Legionellen-Patienten klagen gegen Mülheimer Klinik

Vergrößerte Legionellen unter einem Mikroskop

Legionellen-Patienten klagen gegen Mülheimer Klinik

  • 18 Legionellen-Fälle in Mülheimer Klinik.
  • Vier Patienten sind gestorben.
  • Betroffene fordern Schmerzensgeld.

Nach dem Legionellen-Vorfall im Evangelischen Krankenhaus in Mülheim Anfang September wollen jetzt mehrere Patienten gegen die Klinik klagen. Sie glauben, sich dort infiziert zu haben und fordern Schmerzensgeld. Einer der Patienten war in der Klinik behandelt worden, noch bevor offiziell Legionellen nachgewiesen worden waren.

Infektion erst nach Entlassung bekannt geworden

Wie der 67-Jährige dem WDR sagte, war er bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden, als bei ihm starker Schwindel auftrat. Bei einem Sturz zog er sich eine Verletzung zu, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Dort wurde dann die Legionellen-Pneumonie festgestellt.

Zehn Tage musste der Mann daraufhin im Krankenhaus bleiben. Für diese Zeit will er nun Schmerzensgeld haben. Auch andere der insgesamt 18 Betroffenen haben angekündigt, vor Gericht ziehen zu wollen.

Klinik hat neue Wasserleitungen angekündigt

Anfang September waren die Legionellen-Fälle in dem Mülheimer Krankenhaus bekannt geworden. Wenige Tage später gab die Klinik bekannt, dass alle Wasserhähne mit neuen Filtern ausgestattet und das 40 Jahre alte Leitungsnetz ausgetauscht werden soll. Diese Maßnahme sei schon vor Bekanntwerden der Legionellenfälle beschlossen gewesen.

Stand: 13.10.2017, 10:22