Land fördert neues Kompetenzzentrum in Bottrop

Hochschule Ruhr-West am Standort Bottrop

Land fördert neues Kompetenzzentrum in Bottrop

  • Förderung: 4,5 Millionen Euro
  • Forschung über Rohstoffgewinnung aus Abfall
  • Landesregierung will Emscher-Lippe-Region stärken

An der Hochschule Ruhr-West am Standort Bottrop soll ein neues Kompetenzzentrum für zirkuläre Wertschöpfung eingerichtet werden. Zirkuläre Wertschöpfung bedeutet: In einem Produktionsprozess wird der Abfall zu Rohstoff für neue Produktionen.

In Bottrop soll erforscht werden, wie Unternehmen so bei der Produktion Rohstoffe sparen können. Das NRW-Wirtschaftsministerium will das Vorhaben mit 4,5 Millionen Euro unterstützen.

Rohstoffe werden knapp

Viele Industriezweige leiden darunter, dass bestimmte Rohstoffe knapp werden. Laut Fachleuten wird sich dieses Problem in Zukunft noch verstärken. Um dem vorzubeugen, sollen Rohstoffe aus Abfallprodukten gewonnen werden.

Dass das Forschungszentrum nach Bottrop kommt, liegt daran, dass an der Hochschule Ruhr-West bereits entsprechendes Fachwissen vorhanden ist. Zudem will die Landesregierung die strukturschwache Emscher-Lippe-Region weiter fördern.

Keine dauerhafte Lösung

Dirk Jansen vom "Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland" (BUND) hält das Vorhaben für sinnvoll, gibt aber zu Bedenken, dass das auf Dauer keine Lösung für Umweltprobleme sei:

"Nur wenn wir die Produkte wieder verwerten und quasi im endlosen Kreislauf führen und neue Produkte damit produzieren, heißt das ja noch nicht, dass wir damit den Ressourcenverbrauch generell und global runter fahren können".

Für Jansen ist das die entscheidende Überlebensfrage: Nicht wie Güter ökologischer produziert werden können, sondern wie weniger produziert werden kann.

Stand: 21.04.2017, 09:41