Bivsi: Stadt spricht von Kommunikationsfehler

Bivsi vor dem Haus in Pokhara

Bivsi: Stadt spricht von Kommunikationsfehler

Von Dominik Peters

  • Stadt: Bivsi durfte nicht aus dem Unterricht geholt werden.
  • Info hat Behördenmitarbeiter laut Stadt nicht erreicht.
  • Behörden müssen über Einreiseerlaubnis entscheiden.

Im Fall der abgeschobenen Schülerin Bivsi Rana hat es nach Angaben der Stadt Duisburg einen Kommunkationsfehler gegeben. Ordnungsdezernentin Daniela Lesmeister habe im Vorfeld eine Anweisung gegeben, dieses Mädchen nicht aus der Schule abzuschieben. Dies wurde "leider auf Grund eines behördeninternen Kommunikationsfehlers nicht bis an die ausführenden Beamten weitergegeben", so die Stadt in einer schriftlichen Stellungnahme.

Behörden entscheiden über Bivsis Rückkehr

Mittlerweile hat sich der Petitionsausschuss des NRW-Landtags dafür ausgesprochen, dass Bivsis Familie zurückkehren darf. Entscheiden können hierüber aber nur die Behörden. In das offizielle Verfahren ist die Stadt Duisburg nach eigenen Angaben noch nicht eingebunden. Dies werde aber "sicher in den nächsten Tagen geschehen." Wie lange es bis zu einer Entscheidung dauert, könne man nicht vorhersagen.

Nicht nur das Vorgehen, Bivsi aus der Schulklasse zu holen, hatte bei Klassenkameraden und Lehrern für Unmut gesorgt. Viele halten die Abschiebung auch für zweifelhaft, weil Bivsi in Deutschland geboren wurde und hier gut integriert war. Vor der Abschiebung hatten Bivsis Eltern mehrmals vergeblich auf ein Bleiberecht geklagt - das erste Mal vor 15 Jahren.

Stand: 17.07.2017, 14:18