Knöllchen per Dauerauftrag: Polizei sucht unbekannten "Spender"

Gurtmuffel zahlt mittlerweile 420 Euro!

Knöllchen per Dauerauftrag: Polizei sucht unbekannten "Spender"

  • Ungewollter Geldsegen für die Polizei
  • Mann überweist monatlich 30 Euro
  • Ermittler wollen die Zahlungen nun stoppen

Mit einer ungewöhnlichen Suchaktion will die Polizei Dortmund einen ungewollten Geldsegen stoppen. Per Aufruf bei Facebook suchen die Beamten seit Montag (10.04.2017) nach einem Mann, der ihrer Behörde seit mehr als einem Jahr monatlich 30 Euro überweist - inzwischen völlig grundlos.

Hintergrund ist ein Strafzettel, den die Polizei am 7. Januar 2016 einem polnischen Autofahrer ausstellte, weil dieser ohne Anschnallgurt unterwegs war. Das Verwarngeld in Höhe von 30 Euro habe ein Freund des 33-Jährigen anschließend vorbildlich per Überweisung beglichen.

Pünktlich zum 22. eines jeden Monats wird Geld überwiesen

Offenbar habe er jedoch gleich einen Dauerauftrag an die Polizei eingerichtet: "Pünktlich zum 22. eines jeden Monats erreichen uns somit 30 Euro", schreibt die Polizei bei Facebook. 420 Euro seien so schon eingegangen. Den Auftrag bei der Bank einzustellen, sei nicht gelungen, da beide - Freund wie Gurtmuffel - unbekannt verzogen seien. Auf Deutsch und Polnisch bittet die Polizei daher nun im Internet um Hinweise nach den beiden Männern.

Reicher werden die Beamten durch das Knöllchen per Dauerauftrag jedoch nicht: "Bislang überwiesen unsere Kollegen natürlich das Geld zurück. Das wird auch weiterhin geschehen", schreiben sie.

Stand: 10.04.2017, 16:30