Nach Kohlenmonoxidunfall in Oberhausen: Ermittlungen gegen Besitzer

Die Feuerwehr steht in einem Wohngebiet zum Einsatz bereit

Nach Kohlenmonoxidunfall in Oberhausen: Ermittlungen gegen Besitzer

  • Kohlenmonoxid-Unfall im Indoor-Spielplatz
  • Polizei ermittelt gegen Besitzer
  • Ursache wohl defekte Heizungsanlage

Nach dem Kohlenmonoxid-Unfall in einem Indoor-Spielplatz ermittelt die Polizei jetzt gegen den Besitzer der Anlage. Bei dem Gas-Unfall waren am Freitagmittag (21.04.2017) 22 Kinder und zwei Erwachsene verletzt worden, neun Kinder kamen ins Krankenhaus.

Heizungsanlage offenbar nicht richtig gewartet

Schon am Freitag vermuteten die Beamten, dass das gefährliche Gas aus einer defekten Heizungsanlage ausgetreten war. Dieser Verdacht hat sich offenbar bestätigt. Die Infrarot-Heizungsanlage soll nach Angaben der Polizei nicht richtig gewartet worden sein. Deswegen ermittelt sie jetzt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

Alle Verletzten wohlauf

Ein Vater trägt ein junges Mädchen auf den Armen

150 Menschen waren in dem Gebäude

Eines der Kinder musste am Freitag mit einem Rettungshubschrauber zu einer Druckluftkammer nach Düsseldorf geflogen werden. Lebensgefahr bestand laut Feuerwehr aber nicht. Inzwischen sind alle Verletzten laut Polizei Oberhausen wieder gesund und zu Hause. Auch der Defekt an der Heizungsanlage konnte behoben werden, so dass der Indoor-Spielplatz voraussichtlich am Dienstag (25.04.2017) wieder öffnen kann.

Kinder klagten über Übelkeit

Am Freitag gegen 13 Uhr hatten einige Kinder über Übelkeit geklagt. Die Feuerwehr konnte daraufhin erhöhte Werte des giftigen Gases feststellen und räumte den Innenspielplatz. Das Gebäude wurde gelüftet.

Tückisches Gift kann tödlich sein

Betroffene des Unfalls sitzen auf Stühlen und werden von Feuerwehrmännern betreut

Die meisten Menschen wurden ambulant vor Ort behandelt

Kohlenmonoxid ist geruchlos und daher besonders gefährlich. Symptome für eine Kohlenmonoxidvergiftung sind Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen, in höheren Konzentrationen auch Schläfrigkeit bis hin zu Bewusstlosigkeit. Unbehandelt kann eine solche Vergiftung auch tödlich verlaufen.

Stand: 24.04.2017, 16:27