Prozess: Juwelenräuber getarnt als Rollstuhlfahrer

Diamanten: Kostbarkeiten aus der Tiefe.

Prozess: Juwelenräuber getarnt als Rollstuhlfahrer

Ein Mann hat am Mittwoch (11.01.2017) vor dem Landgericht Hagen gestanden, einen Juwelierladen in der Innenstadt ausgeraubt zu haben. Er und sein Komplize sollen Mitglieder der "Pink Panther" Bande sein. Die Masche war ungewöhnlich.

Februar 2011: Ein Mann schiebt einen Rollstuhlfahrer in ein Juweliergeschäft, sie wollen etwas kaufen, lassen sich beraten. Plötzlich springt der vermeintlich gehbehinderte Mann aus seinem Rollstuhl auf und überwältigt die Verkäuferin. Der andere Mann schlägt eine zweite Verkäuferin nieder.

Die Frauen werden gefesselt und mit einer Schusswaffe bedroht. Die Täter flüchten mit ihrer Beute, Schmuck im Wert von rund 400.000 Euro, so die Staatsanwaltschaft Hagen.

Juwelenräuber soll der sogenannten Pink-Panther-Bande angehören

Drei Jahre später wird einer der mutmaßlichen Juwelendiebe festgenommen, er steht seit Mittwoch (11.01.2017) in Hagen vor Gericht. Der Mann, der sich zur Tarnung in den Rollstuhl gesetzt hatte, ist noch immer auf der Flucht. Er soll zu der Diebesbande "Pink Panther" gehören. Dieses internationale Netzwerk soll seit 1999 fast 400 bewaffnete Raubüberfälle auf Juweliere begangen haben. Die internationale Polizei-Organisation Interpol vermutet ihre Wurzeln in Serbien.

Weiterer Prozess wegen Raubüberfall in Köln

Gegen den Angeklagten läuft auch noch ein Prozess in Köln wegen eines bewaffneten Raubüberfalls. Dazu äußerte sich der Mann aber heute nicht. Bei einem vollen Geständnis hatten die Richter eine Haftstrafe von neuneinhalb Jahren angeboten. Sie könnte nun höher ausfallen.

Stand: 11.01.2017, 15:46