Uni Duisburg-Essen befragt Jugendliche zu Islamfeindlichkeit

Islamfeindliche Plakate

Uni Duisburg-Essen befragt Jugendliche zu Islamfeindlichkeit

  • Schulen sollen Islamfeindlichkeit frühzeitig erkennen.
  • Woher kommt Islamfeindlichkeit?
  • Essener Stiftung Mercator fördert das Projekt.

Ein neues Projekt an der Universität Duisburg-Essen erforscht die Verbreitung von Islamfeindlichkeit unter jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Dazu befragt ein Team unter Leitung der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und der Forscherin Nicolle Pfaff in den nächsten zwei Jahren Jugendliche und junge Erwachsene, wie die Hochschule am Freitag (19.05.2017) in Duisburg mitteilte. Ziel sei es, Politik und vor allem Schulen dabei zu unterstützen, Islamfeindlichkeit frühzeitig zu bekämpfen, und Konzepte für den Schulalltag und die Lehrerbildung zu entwickeln.

Ablehnung des Islam ist weit verbreitet

"Der Islam wird in weiten Teilen unserer Gesellschaft abgelehnt", erklärte Pfaff. Das reiche weit über die aggressive Polemik bestimmter politischer Gruppen hinaus. Das Projekt solle nun erforschen, ob solche Einstellungen bereits unter Jugendlichen verbreitet sind und wie sie zustande kommen, sagte die Forscherin.

Islamfeindlichkeit bislang wenig erforscht

Wissenschaftlicher Kooperationspartner ist der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick. Die Essener Stiftung Mercator fördert das Projekt mit 272.000 Euro. "Das Phänomen Islamfeindlichkeit und wie man ihr effektiv begegnen kann, ist bisher noch wenig erforscht", sagte Stiftungsmitarbeiterin Cathrin Sengpiehl.

Stand: 19.05.2017, 11:22