Selm: Flüchtlinge beenden Hungerstreik

Männer aus Indien sitzen am Boden vor den Containern. Ihre Reisetaschen stehen daneben

Selm: Flüchtlinge beenden Hungerstreik

  • Stadt findet Kompromiss mit den Flüchtlingen
  • Sie wollten selber kochen
  • Caterer soll ab und zu indisches Essen zubereiten

Als Medien über den Hungerstreik berichtet hatten, reagierten viele Bürger empört, sagte eine Stadtsprecherin. Am Mittwoch (17.05.2017) konnte die Stadt die Inder überzeugen, den Hungerstreik nach fünf Tagen zu beenden. Jetzt wird der Caterer, der die Flüchtlingseinrichtung versorgt, ab und zu indische Mahlzeiten zubereiten. In Kochkursen dürfen die Inder einmal pro Woche selbst kochen.

Die Sikhs hatten zuvor sechs Monate in einer Flüchtlingseinrichtung in Leverkusen verbracht. Dort soll ihnen versprochen worden sein, nach der Verlegung nach Selm in normalen Häusern zu wohnen und ihr Essen selbst kochen zu können. Diese Hoffnung hatte sich nicht erfüllt: In Selm leben sie wieder in einem Containerdorf und das Essen kommt von einem Caterer. Der Selmer Bürgermeister Mario Löhr (SPD) hatte die zehn Inder am Montag (15.05.2017) zu einem Gespräch eingeladen, um eine Lösung zu finden.

Stand: 17.05.2017, 18:05