Hindu-Prozession bringt Südindien nach Hamm-Uentrop

Teilnehmer der Prozession in farbenprächtigen Gewändern

Hindu-Prozession bringt Südindien nach Hamm-Uentrop

  • Rund 18.000 Gläubige aus ganz Europa feierten in Hamm-Uentrop.
  • Sicherheitskonzept hat funktioniert.
  • Kurze Aufregung: Spürhund schlug Alarm.

Kurzer Schreck am Sonntagmorgen (25.06.2017): Bei einer Routineüberprüfung vor der großen Hindu-Prozession in Hamm-Uentrop hatte ein Spürhund in einer Garage angeschlagen. Dort lag ein faustgroßes muschelähnliches Musikinstrument in einer Ecke. Ein Experte des Landeskriminalamtes sperrte einen kleinen Bereich ab, konnte dann aber schnell Entwarnung geben: keine Explosionsgefahr.

Prozession im Regen

Die farbenfrohe Prozession ist der Höhepunkt des hinduistischen Tempelfests. Zwischen Baustoffhandel und Schlachthof, im Schatten eines Kohlekraftwerks, steht seit 2002 der Tempel von Sri Kamadchi Ampal Devi, der Göttin des Friedens und der Liebe. Dass der Umzug etwas verspätet begann, lag auch an den Staus, die sich bei der Anreise der rund 18.000 Gläubigen bildeten - etwas weniger als in den Vorjahren.

Prozessionsteilnehmerinnen in bunten Gewändern suchen Schutz vor Regen

Prozessionsteilnehmerinnen in bunten Gewändern suchen Schutz vor Regen

Frauen in prächtigen Seiden-Saris, Männer in traditionellen Vettis und Kavadi-Tänzer mit Metallstäben in den Wangen begleiten den über und über mit Göttern geschmückten, neun Meter hohen Festwagen. Nur der Wettergott hatte kein Einsehen und ließ es immer wieder regnen.

Verschärftes Sicherheitskonzept

Die Strecke durch das Industriegebiet war aus Sicherheitsgründen auf 1,5 Kilometer verkürzt und mit Bauzäunen abgesperrt worden. Außerdem gab es Einlasskontrollen und ein Fahrverbot für Lkw. Das Konzept habe sich bewährt, die Einschränkungen seien akzeptiert worden, teilten Stadt und Polizei mit.

Stand: 25.06.2017, 16:00