Hindu-Tempel in Hamm erhält gleichen Status wie Kirchen

Ministerbesuch im Hammer Hindu-Tempel

Hindu-Tempel in Hamm erhält gleichen Status wie Kirchen

  • Hoher Besuch im Hindu-Tempel am Donnerstag
  • Tempel hat nun gleichen Status wie christliche Kirchen
  • Gläubige aus ganz Europa kommen in den Hindu-Tempel

Der größte Hindu-Tempel Deutschlands hat am Donnerstag (20.04.2017) Besuch aus Düsseldorf bekommen. Der Chef der Staatskanzlei, Franz-Josef Lersch-Mense, und der SPD-Landtagsabgeordnete Marc Herter kamen zu Besuch. Denn das Land hat den Hindu-Tempel im Februar 2017 als Religionsgemeinschaft anerkannt – nach jahrelangem Rechtsstreit.

Gleiche Rechte

Damit hat der Hindu-Tempel die gleichen Rechte wie die großen christlichen Kirchen. Für den Priester Sri Paskaran ist das vor allem als Zeichen der Anerkennung wichtig. Der Kirchenstatus vereinfacht aber auch die Seelsorge in Krankenhäusern oder Gefängnissen.

Land lehnte Anerkennung jahrelang ab

Das Dach des Hindu-Tempels

Hindu-Tempel in Hamm-Uentrop

Das Land hatte die Anerkennung jahrelang abgelehnt, weil die Tempel-Gemeinde nicht so fest organisiert ist wie christliche Kirchen. Hindu-Tempel sind eher Pilgerorte, die für bestimmte Rituale aufgesucht werden. Nach Hamm kommen Gläubige aus ganz Europa. Die Hindu-Gemeinde hat nach eigenen Angaben rund 5.000 Mitglieder in Deutschland und tausend im Ausland.

Stand: 20.04.2017, 18:59