Mieter von Hannibal II können vorerst nicht zurück

Hannibal-Mieter protestieren bei einem Treffen mit der Stadt

Mieter von Hannibal II können vorerst nicht zurück

  • 750 Hannibal-Mieter können vorerst nicht in ihre Wohnungen
  • Sierau: Eigentümer müsse zuerst Brandmängel beheben
  • Gebäude wurde vor anderthalb Wochen geräumt

Die Mieter aus dem geräumten Dortmunder Hochhaus Hannibal II werden vorerst nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Das erklärte Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei einem Treffen mit verärgerten Mietern am Montag (02.10.2017). Es könne noch Monate dauern, bis das Gebäude wieder bewohnbar sei, so Sierau.

Stimmung bei Treffen aufgeheizt

Zu dem Treffen mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Krisenstabsleiter Ludger Wilde und weiteren Mitarbeitern der Stadt kamen 170 Mieter des Hochhauses. Die Stimmung war deutlich aufgeheizt. Viele Mieter äußerten ihre Unzufriedenheit mit den Notunterkünften. Sie wollten in Dorstfeld bleiben, viele Unterkünfte sind aber weiter entfernt.

Mehr Hilfe versprochen

Nach der Evakuierung Hannibal II

Das Hochhaus Hannibal II in Dortmund musste evakuiert werden.

Die Stadt verwies auf bereits geschaffene Hilfsangebote. Die Mieter wiederum kritisierten, dass die eingerichteten Infopoints oft nicht besetzt seien. Der Oberbürgermeister versprach bei dem Treffen, dass sich Verpflegung und Unterbringung weiter verbessern würden. Das Sozialamt stellte finanzielle Unterstützung bei Umzug und beschädigten Möbeln in Aussicht - dafür müssten die Mieter Anträge stellen.

Stadt sieht Eigentümer in der Pflicht

Oberbürgermeister Sierau verwies für die Lösung des Problems auf die Eigentümer-Gesellschaft. Diese sei jetzt in der Pflicht, die Brandschutzmängel zu beseitigen, sagte Sierau. Vertreter der Eigentümer-Gesellschaft waren am Montag nicht beim Treffen.

Stadt bemängelt Brandschutz

Seit der Evakuierung vor anderthalb Wochen sind die Hannibal-Mieter in Überganseinrichtungen untergebracht. Insgesamt hatten 750 Menschen den Hochhaus-Komplex verlassen müssen, weil die Stadt den Brandschutz nicht gewährleistet sah.

Stand: 02.10.2017, 16:24