Stadt Hamm verliert ein Krankenhaus

Krankenpflegerinnen schieben ein Krankenbett

Stadt Hamm verliert ein Krankenhaus

  • St. Josef Klinik in Bockum-Hövel schließt
  • Angliederung an Barbara-Klinik in Heessen
  • Heessener Krankenhaus wird dafür erweitert

Der Stadt Hamm steht eine Krankenhaus-Schließung bevor. Die St. Josef-Klinik im Stadtteil Bockum-Hövel wird an die Barbara-Klinik in Heessen angeschlossen. Das hat die Eigentümerin, die Franziskus-Stiftung aus Münster, Mittwochabend (11.01.2017) bekanntgegeben.

Die rund 400 Mitarbeiter und sämtliche Fachabteilungen sollen mit umziehen. Dafür wird die Barbara-Klinik für rund 20 Millionen Euro erweitert. Neben einem neuen Bettenhaus ist ein Trakt mit 15 modernen Operationssälen geplant.

Klinikbetreiber: Landeszuschüsse zu niedrig

Die Franziskus-Stiftung will die medizinische Versorgung an einem Ort konzentrieren und so verbessern. Dafür sei die Zusammenlegung angesichts niedriger Landeszuschüsse die beste Lösung. Die Instandhaltung der St. Josef-Klinik hätte in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro gekostet, so der Stiftungsvorstand.

Die Krankenhauslandschaft in Hamm verändert sich also weiter: Erst 2015 hatten das evangelische Krankenhaus und das Marienhospital mehrere Abteilungen zusammengelegt, um Kosten zu sparen.

Stand: 12.01.2017, 06:40