Essen ist "Grüne Hauptstadt Europas": Lichtspektakel zum Auftakt

Essen ist "Grüne Hauptstadt Europas": Lichtspektakel zum Auftakt

Von Andreas Sträter

Im Grugapark schlägt das grüne Herz Essens. Kein Wunder, dass die Stadt am Samstag dort den Start ins grüne Hauptstadtjahr feierte. Tausende kamen zur Eröffnungszeremonie und wurde mit Lichtshows und Feuereffekten belohnt.

Essen ist Grüne Hauptstadt Europas, Lichtfest

Sieben Jahre nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010 ist die Stadt Essen erneut europäische Kapitale: Diesmal in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit, ernannt von der Europäischen Kommission. 2017 darf sich die einstige Montanmetropole "Grüne Hauptstadt Europas" nennen. Der Auftakt des Hauptstadtjahres wurde trotz Eiseskälte ins Grüne verlegt. Im Grugapark begann am Samstagabend (21.01.2017) ein großes Bürger- und Kulturfest mit vielen Licht- und Feuereffekten.

Sieben Jahre nach dem Kulturhauptstadtjahr 2010 ist die Stadt Essen erneut europäische Kapitale: Diesmal in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit, ernannt von der Europäischen Kommission. 2017 darf sich die einstige Montanmetropole "Grüne Hauptstadt Europas" nennen. Der Auftakt des Hauptstadtjahres wurde trotz Eiseskälte ins Grüne verlegt. Im Grugapark begann am Samstagabend (21.01.2017) ein großes Bürger- und Kulturfest mit vielen Licht- und Feuereffekten.

Zur Eröffnungszeremonie an der frischen Luft kam auch EU-Umweltkommissar Karmenu Vella, hier zu sehen mit einem Kinderensemble. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kam in die Ruhrgebietsstadt. Essen habe den Titel verdient, zumal er auch eine Auszeichnung für einen gelungenen Strukturwandel sei, sagte die Ministerin: "Es hat sich inzwischen herumgesprochen, wie grün die Stadt Essen ist. Das gilt übrigens für weite Teile des Ruhrgebiets."

Nach den Eröffnungsreden und Darbietungen im Musikpavillon marschierten die Musiker und kleinen Künstler hinein in das grüne Hauptstadtjahr. Im Essener Grugapark erwartete die vielen Besucher, die es bei Einbruch der Dunkelheit in die Grünanlage zog, ein abwechslungsreiches Programm. An einer Station konnten die Besucher tausende Teelichter entzünden und so eigenständig Licht in den Park bringen.

Die symbolische grüne Lunge in knalligem Grün. In diese Skulptur konnten die Besucher gebrauchte Plastiktüten legen. Das gesamte Jahr über werden in Essen benutzte Einkaufstüten gesammelt, aus denen Studenten der Folkwang-Hochschule bis Jahresende eine neue Skulptur basteln wollen. Die Studenten hatten sich in den vergangenen Wochen intensiv mit den Vor- und Nachteilen von Plastik beschäftigt.

Die benutzten Plastiktüten galten gleichzeitig als Eintrittskarte für das Eröffnungsfest. Die Schwestern Waltraud Wünnenberg, Wilma Wolbeck und Ingrid Höhl (von links) haben diesen Preis gerne bezahlt. "Essen hat sich gewandelt, die Stadt ist grüner, die Luft ist klasse", sagt die Essenerin Waltraud Wünnenberg, die seit über 70 Jahren in den Grugapark kommt. Das Ruhrgebiet sei ohnehin viel grüner, als die meisten dächten, ergänzt sie. Das passt zum Motto der Feierlichkeiten: "Erlebe dein Grünes Wunder".

Auch Familie Neubauer geht gerne in den Grugapark. "Dass Essen nun grüne Hauptstadt ist, finden wir gut", sagte Mutter Denise, die mit Tochter Elisa und ihrem Mann Sascha in den Stadtpark gekommen ist. "Wir sind hier groß geworden und haben den Wandel der Umwelt und der Industrie erlebt. Die Stadt hat heute Grund zu feiern."

Im Grugapark ging es zur Eröffnung an vielen Stellen zu wie im Märchen. An einem Ballon befestigt, flog etwa dieser Pilot hinweg über die Feuerkugeln, über die Gruga-Fee, über das Lichterlabyrinth und den Waldsee.

Die Stadt habe bei der Eröffnungsfeier im Grugapark gezeigt, was in ihr stecke, sagte Oberbürgermeister Kufen: "Wir möchten die Menschen aus Europa und der Welt einladen, uns 2017 zu besuchen und ihr ganz persönliches grünes Wunder zu erleben." Im kommenden Jahr dann wird die niederländische Stadt Nijmegen den Titel "Grüne Hauptstadt Europas" tragen.

Stand: 21.01.2017, 18:10 Uhr