Fusionspläne bei Thyssen-Krupp: Wer darf in Zukunft mitbestimmen?

Mitarbeiter in einem Stahlwerk

Fusionspläne bei Thyssen-Krupp: Wer darf in Zukunft mitbestimmen?

Von Lisa Mathofer

Die geplante Fusion von Deutschlands größtem Stahlkonzern ThyssenKrupp mit dem indischen Stahlunternehmen Tata Steel geht in die nächste Runde. Ab Freitag (06.10.2017) soll es erste Gespräche zwischen Vorstand und Betriebsräten in Essen geben.

Dabei geht es um den geplanten Abbau von 4000 Stellen, aber auch um die Frage nach der Verantwortlichkeit für den Konzern an den einzelnen Standorten. Vorstandschef Heinrich Hiesinger will die Montanmitbestimmung für die deutschen Stahlkocher garantieren, das bestätigte ThyssenKrupp auf WDR-Anfrage.

Betriebsrat zweifelt an Mitspracherecht

Die Betriebsräte hingegen zweifeln diese Zusage an. Wichtige Entscheidungen würden dort gefällt, wo auch das Unternehmen nach der Fusion sitzen wird - in Amsterdam. Dort aber gilt die Montanmitbestimmung nicht. Diese regelt, dass die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat auf die gleiche Anzahl von Vertretern wie die Arbeitgeber kommen.

Stand: 05.10.2017, 16:20