Polizei überführt Fußball-Hooligans

Polizisten nehmen Gewalttäter vorläufig fest

Polizei überführt Fußball-Hooligans

Von Peter Fischer

  • Leipzig-Fans und Polizisten wurden im Februar attackiert
  • Ermittler sichteten 170 Stunden Videomaterial
  • Über sechzig Gewalttäter konnten identifiziert werden

Nach den Übergriffen auf Fußballfans aus Leipzig hat die Polizei am Mittwoch (11.10.2017) ihre Ermittlungsergebnisse vorgestellt. Im Februar war es am Dortmunder Stadion zu schweren Ausschreitungen gekommen. Es flogen Flaschen, Steine, Farbbeutel und Mülleimer. Die Übergriffe Dortmunder Hooligans wurden auf insgesamt 170 Stunden Videomaterial festgehalten – gedreht von Fernsehkameras, privaten Smartphones und polizeilichen Überwachungskameras. Mit großem Aufwand haben die  Ermittler der sogenannten „EK Strobel“ alle Szenen immer wieder angeguckt, um Täter ausfindig zu machen.

Mehr als 60 Gewalttäter identifiziert

Über sechzig Gewalttäter konnten so eindeutig identifiziert werden. Jetzt laufen Verfahren wegen Körperverletzung, Raub, Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte. Elf Strafbefehle hat die Justiz inzwischen erlassen. Einige Gerichtsverhandlungen stehen noch aus.

Polizei verdoppelt Aufgebot am Samstag

Die Polizei ist mit den Ermittlungsergebnissen zufrieden. Die intensive Kleinarbeit habe sich ausgezahlt. Vor dem nächsten Heimspiel am Samstag (14. Oktober 2017) des BVB gegen RB Leipzig versteht das die Polizei zugleich als Warnung an alle potentiellen Gewalttäter und Kriminellen. Mehr als doppelt so viele Beamte wie üblich sollen dann am Rande des Spiels für Sicherheit sorgen. Erwartet werden rund 3.500 Leipzig-Fans. Vor acht Monaten waren es noch 7.000.

Stand: 11.10.2017, 15:31