Formiert sich die Dortmunder Hooligan-Szene neu?

Hooligans im Stadion mit Banner "Ultras"

Formiert sich die Dortmunder Hooligan-Szene neu?

  • WDR-Recherchen: Riot-Mitglieder könnten sich anderer Hooligan-Gruppe anschließen
  • Rechtsextreme Gruppe Northside ist im Stadion bereits aufgefallen
  • Stärkt Zusammenschluss die rechte Szene unter den Fußballfans?

WDR-Recherchen haben jetzt ergeben, dass sich offenbar viele ehemalige Mitglieder einer anderen Schläger-Gruppe anschließen wollen. Die Informationen kommen aus der Dortmunder Ultra-Szene. Demnach habe sich die Gruppe 0231 Riot aufgelöst, um einem drohenden Vereinsverbot zuvorzukommen.

Jetzt wollen sich die ehemaligen Riot-Mitglieder der Dortmunder Hooligan-Gruppe Northside anschließen. Einer rechtsextremen Gruppe, die seit Jahren aktiv ist und zum Beispiel mit ihren Leuten Straßenkampf trainiert. Auch im Stadion haben sie schon ihre Nähe zur rechtsextremen Szene gezeigt. Zum Beispiel hatte im Sommer 2012 ein Mitglied der Northside-Hooligans ein Solidaritätsbanner mit einer verbotenen rechtsextremen Organisation im Stadion des BVB gezeigt. Dafür konnte der Hooligan aber vor Gericht aus formalen Gründen nicht belangt werden.

BVB-Fans befürchten jetzt, dass ein Zusammenschluss der Hooligans rechte Gruppen im Stadion stärken könnte. Schon vor zwei Tagen hatte die Polizei Zweifel daran geäußert, dass es mit der Auflösung der Gruppe weniger gewalttätige Aktionen rund um BVB-Spiele geben wird.

Stand: 26.07.2017, 19:14