Bottroper Homann-Werk soll geschlossen werden

Müller-Gruppe will vier Homann-Werke schließen

Bottroper Homann-Werk soll geschlossen werden

  • Homann-Werk in Bottrop soll bis 2020 geschlossen werden
  • 200 Jobs in Bottrop betroffen - 1.000 bundesweit
  • Homann bündelt Produktion

Der Nahrungsmittelkonzern "Müller" will bis 2020 vier Werke seiner Feinkost-Tochter "Homann" schließen - darunter das Werk in Bottrop. Am Freitag (21.04.2017) teilte Müller mit, dass ein zentraler Standort in Sachsen aufgebaut werden soll. Hintergrund des Umbaus sei der starke Wettbewerb in der Branche.

Das Homann-Werk in Bottrop ist mit derzeit 200 Angestellten betroffen. Bis 2020 soll noch voll gearbeitet und uneingeschränkt produziert werden - langfristig sei es jedoch nicht möglich, die vier Standorte profitabel zu betreiben.

Neuer zentraler Standort in Sachsen

Neben dem ehemaligen Nadler-Werk in Bottrop ist auch das Homann-Stammwerk im niedersächsischen Dissen sowie die Standorte Lintorf (Niedersachsen) und Floh-Seligenthal (Thüringen) betroffen. Als neuer Standort sei das sächsische Leppersdorf im Gespräch. Dort betreibt Müller bereits eine große Molkerei.

Allen von der Schließung betroffenen Beschäftigten sollen Angebote zum Wechsel an den neuen Produktionsstandort gemacht werden. Insgesamt seien bis zu 1.000 Jobs von den Plänen betroffen. Laut Müller investiere das Unternehmen für die Umstrukturierung in den kommenden Jahren bis zu 500 Millionen Euro. Die Unternehmenstochter Homann ist vor allem für ihre Feinkost-Salate bekannt.

Stand: 21.04.2017, 14:40