Angst nach Bombendrohung in Gladbecker Kita

Spielzeug in einem leeren Raum der Gladbecker Kita Vehrenbergstraße nach einer Bombendrohung

Angst nach Bombendrohung in Gladbecker Kita

Von Daniel Chur

  • Zwei Bombendrohungen gegen Gladbecker Kita
  • Security bewacht inzwischen die Einrichtung
  • Fast alle Erzieher krank gemeldet

Mehr als ein mulmiges Gefühl dürften in der Kita Vehrenbergstraße in Gladbeck alle Eltern haben. Die, die ihr Kind zuhause lassen - und erst Recht die, die ihr Kind in die Einrichtung schicken. Zwei Bombendrohungen in der vergangenen Woche haben für einen Ausnahmezustand in der Kita gesorgt.

Zweimal, so berichtet es die Stadt Gladbeck, seien in der städtischen Kindertagesstätte Anrufe eingegangen, in denen Unbekannte mit einer Bombe drohten. Beim ersten Anruf habe es ein Ultimatum gegeben, beim zweiten nicht. In beiden Fällen wurde die Kita evakuiert. Bei danach folgenden Großeinsätzen der Polizei konnten keine gefährlichen Gegenstände gefunden werden.

Viele Erzieher krank, die meisten Kinder zuhause

Zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes stehen vor der Kita Vehrenbergstraße in Gladbeck nach zwei Bombendrohungen

Ein Sicherheitsdienst bewacht die Kita in Gladbeck

Inzwischen läuft in der Kita ein Notbetrieb. Von 15 Erziehern haben sich laut der Stadt Gladbeck 11 krank gemeldet, weil sie sich nach den Ereignissen nicht in der Lage fühlen, zur Arbeit zu gehen. Fast alle Eltern hatten am Dienstag (14.02.2017) ihre Kinder zuhause gelassen - nur zwei von 50 Kindern wurden gebracht.

Die Polizei nimmt die Angelegenheit nach eigener Aussage sehr ernst. Auch werde in der Angelegenheit intensiv ermittelt. Ein heiße Spur, wer hinter den Bombendrohungen steckt, gebe es aber noch nicht. Ab sofort bewacht ein Sicherheitsdienst die Einrichtung.

Stand: 14.02.2017, 12:57