Fall Bivsi: "Beharrliche Täuschung" des Vaters?

Bivsi kommt aus Nepal zurück

Fall Bivsi: "Beharrliche Täuschung" des Vaters?

Der Vater der 15-jährigen Bivsi aus Duisburg, die im Mai nach Nepal abgeschoben worden war, soll den Staat jahrelang über seine Identität getäuscht haben.

Die Eltern von Bivsi hatten nach Angaben ihres Anwalts bei der Einreise 1998 aus Angst vor Verfolgung in Nepal eine falsche Identität genannt. Der Vater soll dies im Jahr 2012 bei der Duisburger Ausländerbehörde richtiggestellt haben.

Nach Medienberichten soll aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf aus dem März 2016 hervorgehen, dass Bivsis Vater bereits 1992 in Amberg (Bayern) unter seinem richtigen Namen einen Asylantrag gestellt hatte, der 1994 abgelehnt wurde.

Am 17. Juni 1998 stellte er demnach unter Angabe eines falschen Namens und eines falschen Geburtsdatums erneut einen Antrag. Später soll er auch einen nepalesischen Pass mit seiner Schein-Identität vorgelegt haben. Im Urteil des Gerichts soll von einer "jahrelangen beharrlichen Täuschung" die Rede sein.

Stand: 11.08.2017, 20:23