Bahn-Kabelbrände: Bekennerschreiben von G20-Gegnern

Bahn-Kabelbrände: Bekennerschreiben von G20-Gegnern

  • Störungen auf Bahn-Strecken am Montag (19.06.2017).
  • Grund waren Kabelbrände an Signalanlagen.
  • Bundespolizei geht von extremistischen Tätern aus.

Betroffen von den Einschränkungen waren nach Angaben der Deutschen Bahn die Linien RE1, RE6, RE7, RE11 und RB48. Die Ursache für die Kabelbrände konnte bisher noch nicht geklärt werden. Der Staatsschutz sei eingeschaltet worden, teilte die Bundespolizei am Montag (19.06.2017) mit. Auch in Hamburg, Berlin, Sachsen und Niedersachsen kam es zu mehreren Bränden an Kabelschächten der Deutschen Bahn. Verletzt wurde niemand. Im Netz tauchte ein Bekennerschreiben auf.

Bekennerschreiben im Netz

Die Schäden der Kabelbrände bei der Bahn

Unter der Überschrift "Shutdown G20 - Hamburg vom Netz nehmen!" bekannten sich auf der Seite linksunten.indymedia.org offenbar Gegner des G20-Gipfels zu den Anschlägen auf das Bahnnetz. Bislang ist das Bekennerschreiben allerdings noch nicht verifiziert worden.

Die Bundespolizei geht davon aus, dass die Brandanschläge auf Täter aus dem extremistischen Spektrum zurückgehen könnten. Aus Sicherheitskreisen hieß es, das mutmaßliche Bekennerschreiben passe ins "Raster". Es sei aber noch unklar, ob es authentisch sei.

Probleme unter anderem zwischen Köln und Düsseldorf

Schäden der Kabelbrände bei der Bahn

Zwischen Dortmund und Bochum kam es zu Verspätungen. Der RE1 zwischen Köln und Düsseldorf musste linksrheinisch über Dormagen umgeleitet werden. Zwischen Köln, Leverkusen-Schlebusch/Opladen und Wuppertal kam es ebenfalls zu Störungen.

Vier Signalstörungen

Auch am Montagnachmittag bestätigte die Bahn noch weitere Verzögerungen. Insgesamt gab es demnach allein in Nordrhein-Westfalen vier Signalstörungen: in Köln-Horrem, Köln-Mülheim, Leverkusen-Schlebusch und Bochum. In Köln liefen Reparaturarbeiten noch am Abend. Ziel der Bahn ist, dass der Verkehr am Dienstag (20.06.2017) wieder normal läuft. Doch müssen sich Pendler und Reisende immer noch auf Verspätungen einstellen.

Stand: 19.06.2017, 21:16