Essen: AWO schließt AfD-Politiker Reil vorübergehend aus

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Essen: AWO schließt AfD-Politiker Reil vorübergehend aus

  • AWO schließt AfD-Politiker aus
  • Ausschluss auf ein Jahr begrenzt
  • Reil soll sich rassistisch geäußert haben

Die Arbeiterwohlfahrt schließt den Essener AfD-Landtagskandidaten Guido Reil für ein Jahr aus. Das hat das Schiedsgericht des Bezirksverbandes Niederrhein entschieden. Der Politiker ist Mitglied der AWO und soll sich in Medien rassistisch geäußert haben. Diese Äußerungen seien nicht mit den Grundwerten der AWO vereinbar, argumentiert die AWO.

Äußerungen seien keine Ausrutscher

AfD-Politiker Guido Reil

Guido Reil gab zahlreiche Interviews.

In der Begründung heißt es konkret: "Die vom Antragsgegner in doppelter Weise bestätigten Zitate, zu denen er sich auch heute noch bekennt, sind über das ganze Jahr 2016 verteilt erfolgt, was belegt, dass es sich nicht um gedankliche Ausrutscher, spontane verbale Entgleisungen oder durch mediale Unerfahrenheit verursachte, ungewollte Zuspitzungen handelt."

Reil ist langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter

Die Mitgliedschaft ruht jedoch nur für ein Jahr. Sollte Reil erneut rassistische Äußerungen von sich geben, soll er komplett ausgeschlossen werden. Der AfD-Politiker hat vier Wochen Zeit, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Reil ist seit Jahren ehrenamtlicher Mitarbeiter bei der Arbeiterwohlfahrt.

Stand: 16.02.2017, 17:04