Zollverein im Wandel

Zollverein im Wandel

Vor 30 Jahren fuhren Kumpel der Essener Zeche Zollverein ein letztes Mal ein. Schicht im Schacht? Mitnichten. Zollverein ist heute Unesco Welterbe - mit über einer Million Besuchern jährlich. Eine kleine Ausstellung erinnert jetzt an die wechselvolle Geschichte.

Postkarte mit Motiv der Zeche Zollverein

Von Zollverein aus wurde deutsche Industrie- und Wirtschaftsgeschichte geschrieben: Das Bergwerk galt als das größte und leistungsfähigste weltweit. Über und unter Tage waren bis zu 8.000 Bergleute im Schichtwechsel beschäftigt, insgesamt waren es 600.000 Mitarbeiter bis zur Schließung der Zeche Zollverein 1986.

Von Zollverein aus wurde deutsche Industrie- und Wirtschaftsgeschichte geschrieben: Das Bergwerk galt als das größte und leistungsfähigste weltweit. Über und unter Tage waren bis zu 8.000 Bergleute im Schichtwechsel beschäftigt, insgesamt waren es 600.000 Mitarbeiter bis zur Schließung der Zeche Zollverein 1986.

Am 23. Dezember 1986 stellte die Zeche Zollverein als letztes von 291 Steinkohlenbergwerken in Essen die Kohleförderung ein. Das Bild zeigt die Kumpel bei der letzten Schicht.

Noch im selben Jahr der Schließung wurde das Ensemble der Bergbauarchitektur unter Denkmalschutz gestellt und auf diese Weise vor dem Abriss bewahrt.

In der ehemaligen Kohlenwäsche ist heute das Ruhrmuseum untergebracht. Es zeigt auf drei Ebenen die Geschichte des Ruhrgebiets.

In der Kulisse der ehemaligen Kokerei kann man im Winter auf einer Eisbahn Schlittschuh laufen ...

Neben vielen Künstler-Ateliers befindet sich auch das Red Dot Design Museum auf dem Gelände der Zeche Zollverein. Es zeigt die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs.

An vier thematischen Stationen erzählt die Open-Air-Ausstellung "Zollverein im Wandel" ab dem 4. Dezember von der Geschichte der Zeche Zollverein, von Ideen und Visionen, von Künstlern und Architekten sowie von der Verwandlung der Industrieanlage in einen Standort für Kultur und Kreativwirtschaft.

Die Ausstellungstafeln mit Bildern und Texten sind für Besucher jederzeit frei zugänglich.

Stand: 04.12.2016, 10:00 Uhr