Wuppertal: Mordkommission weiter auf Spurensuche

Polizeiabsperrung

Wuppertal: Mordkommission weiter auf Spurensuche

  • Unternehmer-Ehepaar in Wuppertal starb gewaltsam
  • 20-köpfige Mordkommission ermittelt
  • Tatortarbeit sehr umfangreich

Auch acht Tage nach dem Fund der Leichen (am 20.03.2017) sucht die Kriminalpolizei weiter nach Spuren im Haus der Opfer. Das Grundstück und das Anwesen seien sehr groß, sagte Staatsanwalt Hauke Pahre. Außerdem würden weiter Nachbarn und Zeugen befragt. Ermittelt wird wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts.

Unternehmer-Ehepaar förderte Kultur

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Ermittler um Enno (91) und Christa (88) Springmann. Als Mäzene und Sponsoren hatten sie seit vielen Jahren in Wuppertal Künstler und Kunst unterstützt. Sie galten als wohlhabend.

Angehörige fanden die Toten

Das tote Ehepaar war am Montag, 20. März 2017, in seinem Haus von Angehörigen entdeckt worden. Die Leichen wurden inzwischen in der Gerichtsmedizin der Universitätsklinik Düsseldorf obduziert. Angaben über Erkenntnisse aus der Obduktion machten die Ermittler nicht.

Kulturdezernent bedauert den Tod

Wuppertals Kulturdezernent Matthias Nocke nannte den Fall "tragisch". Springmann habe das offene Wort geliebt. Erst vor Kurzem sei in die Garage des Mäzens eingebrochen worden. "Das hatten wir von ihm gehört", sagte Nocke.

Ehepaar lebte zurückgezogen

Das Ehepaar Springmann lebte zurückgezogen auf einem großen Anwesen im Wuppertaler Süden. Nachdem sie dort leblos aufgefunden wurden, war den Ermittlern offenbar schnell klar, dass es für den Tod der Senioren keine natürliche Ursache gab.

Die Polizei ist dringend auf Hinweise angewiesen. Sie bittet deshalb Zeugen, sich zu melden und hat ein Zeugentelefon (0202/284-1299) eingerichtet.

Stand: 28.03.2017, 15:51