Bahnsperrung in Wuppertal hat begonnen

Bahnsperrung in Wuppertal hat begonnen

  • Keine Züge am Wuppertaler Hauptbahnhof
  • Komplette Sommerferien (17.07. - 29.08.) gesperrt
  • Deutsche Bahn will es besser machen als in den Osterferien

Verspätete Berufspendler, übervolle Ersatzbusse, Chaos an den Haltestellen: Reisende, Einzelhändler und die Stadt Wuppertal waren empört darüber, wie die Bahn den Ersatzverkehr während der Sperrung in den Osterferien organisiert hatte. Die Stadt forderte neue Pläne, damit es im Sommer nicht zu ähnlichen Zuständen kommt.

Bahn und Stadt "weitgehend einig"

Bahnhof Wuppertal unten, Schild zum Schienenersatzverkehr

"Wir haben erlebt, wie es nicht funktioniert", sagte am Donnerstag (06.07.2017) noch einmal Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke. Bei einer großen Pressekonferenz mit Vertretern der Bahn und des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) wurden die neuen Pläne vorgestellt. "Wir brauchen einen Nahverkehr, der auch funktioniert. In vielen Gesprächen sind wir uns aber ziemlich nahe gekommen. Die Bahn ist auf einem guten Weg", so Mucke. Bahn und VRR betonten ihrerseits erneut, dass es kaum Erfahrungen mit Baustellen in der Größenordnung wie für das elektronische Stellwerk in Wuppertal gebe. Extrem schwierig sei es gewesen, den Ausfall des Wuppertaler Hauptbahnhofs mit Ersatzbussen zu kompensieren.

Millionen Euro für besseren Ersatzverkehr

Der Bahnhof Wuppertal mit unbefahrenen Gleisen.

Während der aktuellen Sperrung gibt es nun mehr Busse und Fahrer, kürzere Taktzeiten und schnellere Expresslinien. Der VRR zahlt dafür etwa 5,8 Millionen Euro. Die Bahn ihrerseits stellt mehrere hunderttausend Euro zur Verfügung, um die Informationen für die Reisenden zu verbessern. Es gebe mehr Servicepersonal in den Bahnhöfen und ein besseres Leitsystem, damit die Zugreisenden auch die Haltestellen für die Ersatzbusse finden.

Eine Million Kilometer Strecke

Schienenersatzverkehr am Solinger Hauptbahnhof, Bus steht vor

Überfüllte Busse, Organisationsmängel - das soll es im Sommer möglichst nicht mehr geben.

Insgesamt sind 90 Gelenkbusse mit 230 Fahrern im Einsatz; geplant sind in den Sommerferien (17.07. - 29.08.) etwa 30.000 Fahrten auf einer Strecke von etwa einer Million Kilometer. Das neue Stellwerk soll dann am 30. August in Betrieb gehen. Die Bahn hat versprochen, dass während der sechswöchigen Bauarbeiten die Strecke zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Vohwinkel vom Müll gereinigt wird.

Überblick über den geplanten Ersatzverkehr

  • RE4/RE13: Zwischen Düsseldorf Hbf und Wuppertal Hbf sowie zwischen Düsseldorf Hbf und Wuppertal-Oberbarmen fahren die Ersatzbusse im 15-Minuten-Takt (Osterferien: 30-Minuten-Takt). Die Spätfahrten werden ausgeweitet. Auch nach Mitternacht gibt es noch Abfahrten ab Düsseldorf Hbf.
  • RE7: Zwischen Solingen Hbf und Wuppertal Hbf fährt zusätzlich zum Ersatzbus ein weiterer Direktbus pro Stunde.
  • RB48: Während der Sommerferien werden die Haltestellen Wuppertal-Zoo und Steinbeck nicht angefahren. Das verkürzt die Fahrtzeit des Ersatzverkehrs.
  • S7: Zwischen Wuppertal-Oberbarmen und Solingen Hbf fährt die S-Bahn-Linie 7 auch an den Wochenenden mit zwei gekuppelten Zügen.
  • S9: Zwischen Wuppertal und Velbert-Langenberg gibt es zusätzlich zum Ersatzverkehr auch einen Schnellbus pro Stunde ohne Zwischenhalt.
Signale an einem Bahnsteig

Stand: 06.07.2017, 14:58