Kölner Silvesternacht: Verdächtiger stellt sich nach Fahndungsfotos

Passanten am Kölner Hauptbahnhof

Kölner Silvesternacht: Verdächtiger stellt sich nach Fahndungsfotos

Kölner Polizei und Staatsanwaltschaft erklärten am Freitag (11.03.2016), dass sich nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos ein weiterer Verdächtiger aus der Kölner Silvesternacht gestellt hat.

Der 20-jährige Iraker habe sich am Donnerstagabend in Begleitung seines Vaters auf einer Wache in Werl (Kreis Soest) gemeldet. Der junge Mann ist einer der fünf Verdächtigen, deren Bilder die Polizei am Dienstag veröffentlicht hatte. Damit sind jetzt vier von ihnen ermittelt. Der Ermittler waren erstmals mit Fotos aus der Nacht an die Öffentlichkeit gegangen.

Dem nun bei der Polizei vorstellig gewordenen 20-Jährigen wird nach Angaben von Staatsanwalt Benedikt Kortz derselbe Vorwurf gemacht, wie einem 26-Jährigen, der im Zuge der Foto-Fahndung in Kerpen festgenommen worden war. Sie sollen daran beteiligt gewesen sein, als Frauen umzingelt und begrapscht wurden. Konkret geht es um gemeinschaftliche sexuelle Nötigung und versuchten Raub.

In der Kölner Silvesternacht hatte es massenweise Straftaten gegeben. Männergruppen - nach Angaben von Zeugen vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft - umzingelten, bedrängten und bestahlen Frauen. Mehr als 1.100 Anzeigen gingen ein. Die Staatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile gegen 120 Beschuldigte. 14 sitzen mit Stand Freitagmittag in Untersuchungshaft. Darunter sind bislang zwei, denen eine Sexualstraftat vorgeworfen wird.

Stand: 11.03.2016, 19:05