Haftstrafen nach Angriff auf Fußballspiel in Jülich

Justizzentrum Landgericht Aachen

Haftstrafen nach Angriff auf Fußballspiel in Jülich

  • Urteil nach Stürmung des Fußballspiels in Jülich
  • Sieben Männer bekommen Haftstrafen
  • Ein Angeklagter wird freigesprochen
  • Motiv laut Gericht: Rache

Das Landgericht Aachen hat am Freitag (19.05.2017) sieben Männer wegen gefährlicher Körperverletzung zu Haftstrafen von bis zu drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Männer hatten im November 2016 ein Bezirksligaspiel in Jülich-Güsten gestürmt und zehn Menschen verletzt.

Motiv: Rache

Bei vier Angeklagten wurden die Haftstrafen auf Bewährung ausgesetzt. Ein achter Angeklagter wurde freigesprochen.

Das Motiv: Die Männer wollten einen Freund rächen, dessen Ehre verletzt worden sei. Sie hätten bei dem Überfall ihren Rachegelüsten freien Lauf gelassen, sagte die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer.

Bei der Attacke im November hatten es die Angeklagten auf einen deutsch-libanesischen Spieler abgesehen, dabei aber auch andere Spieler und Zuschauer getreten und geprügelt, selbst als diese schon am Boden lagen.

Zehn Menschen wurden bei dem Überfall verletzt. Einige erlitten Knochenbrüche, Prellungen und Platzwunden. Die Verteidiger hatten für ihre Mandanten Bewährungsstrafen gefordert.

Stand: 19.05.2017, 09:58