Millionenstrafe für Tapetenhersteller

Stecknadel in Tapete

Millionenstrafe für Tapetenhersteller

Der Gummersbacher Tapetenhersteller "AS Creation" muss wegen unerlaubter Preisabsprachen 13 Millionen Euro Bußgeld zahlen. Das hat am Donnerstag (12.10.2017) das Oberlandesgericht Düsseldorf entschieden.

Das Gericht erhöht damit die vom Kartellamt gegen AS Creation verhängte Geldbuße um zwei Millionen Euro. Der Gummersbacher Marktführer hatte bestritten, mit anderen Firmen Preisabsprachen getroffen zu haben. Doch die Kartellrichter sind überzeugt, dass 2005 und 2007 bei Verbandssitzungen wettbewerbswidrig jeweils fünf-prozentige Preiserhöhungen abgesprochen wurden.

An dem Tapetenkartell waren nach Angaben des Vorsitzenden Richters zeitweise die fünf größten deutschen Tapetenhersteller beteiligt, die zusammen auf einen Marktanteil von rund 90 Prozent kamen.

Aufgeflogen war das Preiskartell 2010, weil eine der beteiligten Firmen aus Niedersachsen ausgepackt hatte. Sie muss im Rahmen der Kronzeugenregelung nichts zahlen. Ein weiterer Hersteller und der Verband aber müssen weitere sechs Millionen zahlen.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. AS Creation hat bereits angekündigt, prüfen zu wollen, ob gegen das Urteil Rechtsbeschwerde eingelegt werde.

Stand: 12.10.2017, 14:30