Schüler im Chemiesaal verletzt

Rettungsfahrzeuge auf dem Schulhof der Leverkusener Realschule

Schüler im Chemiesaal verletzt

Von Holger Geyer

In einer Leverkusener Realschule sind am Freitag (26.02.2016) zahlreiche Schüler und eine Lehrerin durch Brom-Dämpfe verletzt worden. Einige so stark, dass sie in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten.

Ursache war ein 100-ml-Fläschchen mit Brom, das am Donnerstag (25.02.2016) in dem Chemieraum offen gelassen worden war. Mit der Chemikalie war vermutlich experimentiert worden, das offene Fläschchen geriet danach wohl in Vergessenheit. Bis Freitag, als die Schüler und die Lehrerin die Klasse betraten, hatten sich die Dämpfe im Raum verteilt.

Schüler erlitten Atemwegsreizungen

Insgesamt waren 41 Personen mit dem Gas in Kontakt geraten, 31 von ihnen – darunter die Lehrerin – so stark, dass sie Atemwegsreizungen erlitten. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht; in das Leverkusener Krankenhaus, nach Solingen und in die Kinderklinik Amsterdamer Straße in Köln.

Unterricht in anderen Klassen konnte weiter gehen

Der Chemietrakt musste intensiv gelüftet werden. Solange, bis das Gas vollständig verflogen war. Das sollte bis zu zehn Stunden dauern.

Stand: 26.02.2016, 13:10