Erste Spargelernte am Niederrhein

Erste Spargelernte am Niederrhein

Von Ralf Lachmann

In Walbeck am Niederrhein wird der erste Spargel der Saison geerntet – in Treibhäusern.  Wie das "Weiße Gold" vom Feld in die Stadt kommt, zeigt diese Bildergalerie.

Spargelernte

Mit einer App ruft Spargelbauer Franz Allofs auch von zuhause aus die Temperatur im Spargelwall ab. Mehr als 20 Grad braucht das Gemüse zum Wachsen.

Mit einer App ruft Spargelbauer Franz Allofs auch von zuhause aus die Temperatur im Spargelwall ab. Mehr als 20 Grad braucht das Gemüse zum Wachsen.

Stoßen die Spargelköpfchen durch den Wall und sind zulange im Licht, verändert sich ihre Farbe von weiß in violett. Am nussigen Geschmack ändert sich aber nichts.

 Wer im Glashaus sitzt, kann schon sprießen. Die Ernte im Freiland beginnt erst in rund zwei Wochen.  

Spargel hat bis zu sechs Meter lange Wurzeln und wächst bis Juni immer wieder nach. Der Spargelstecher trennt also nur die oberste Spitze ab, so rund 25 bis 27 cm

Spargel liebt lockere, sandige Böden. Diesen hinterließ die letzte Eiszeit vor über 10.000 Jahren am Niederrhein. Deshalb gedeiht Walbecker Spargel zwischen Geldern und Goch. Seit vier Jahren ist er ein EU-geschütztes Markenprodukt.

"Schön wieder abdecken", heißt es nach dem Spargelstechen. Sonst kühlen die Wälle aus und der Spargel würde zu langsam nachwachsen. 

Franz Allofs ist zufrieden mit der ersten Ernte. Er ist auch Chef der Walbecker Spargelbaugenossenschaft, zu der 41 Spargelbauern gehören.

Jetzt schnell verladen. Schon am Mittag wird der Walbecker Spargel auch auf Märkten in Düsseldorf angeboten.

Stand: 15.03.2017, 11:13 Uhr