Solarworld entlässt weitere Mitarbeiter

Solarworld Solarmodule

Solarworld entlässt weitere Mitarbeiter

Der Solartechnik-Hersteller Solarworld entlässt nach August weitere Mitarbeiter in noch unbekannter Anzahl. Die Solarworld AG hatte am 11.05.2017 Insolvenz beantragt.

Solarworld produziert zwar Solarzellen, verdient aber nicht genug, um alle verbliebenen 1.800 Beschäftigten weiter zu bezahlen. Wie viele Solarworld-Mitarbeiter ihren Job deshalb verlieren werden, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg nicht. Piepenburg sprach vor den Mitarbeitern im sächsischen Freiberg und in Arnstadt in Thüringen. Die Belegschaft in der Bonner Konzernzentrale soll morgen informiert werden. 

Ein Arbeitnehmer vor einer Photovoltaikanlage

Mehrere Investoren sind an Solarworld interessiert

Angesichts der Auftragslage und der weltweiten Probleme der Solarindustrie müsse Solarworld ab dem 31.07.2017 signifikant Personalkosten einsparen. Solange zahlt die Bundesagentur für Arbeit noch Insolvenzgeld an die Beschäftigten. Andere Fördertöpfe gibt es laut Piepenburg weder im Bund, noch in den Bundesländern oder in Brüssel. Allerdings habe Solarworld seit seiner Pleite nicht nur Bestandsware verarbeitet, sondern darüber hinaus Neugeschäft im niedrigen zweistelligen Millionenbereich generiert. Dadurch seien die Fertigungsstraßen an den Produktionsstandorten im Drei-Schicht-System weiter in Betrieb geblieben.

Offenbar sind mehrere Investoren an Solarworld interessiert. Diese benötigten aber noch bis zu vier Monate Zeit für eine Entscheidung. Ziel bleibe es laut Piepenburg, das Unternehmen mit einer kleineren Belegschaft bei weiterlaufender Produktion fortzuführen.   

Stand: 17.07.2017, 17:02