Ticker zum Nachlesen: So sicher wird Silvester in Köln

Kölner Hauptbahnhof

Ticker zum Nachlesen: So sicher wird Silvester in Köln

Die vergangene Silvesternacht in Köln war für viele Frauen vor dem Hauptbahnhof ein Albtraum: Sie wurden begrapscht und bestohlen. Stadt und Polizei wollen dafür sorgen, dass sich so etwas nicht einmal wiederholt.

11.31 Uhr: Hiermit beenden wir den Liveticker zur Sicherheitslage in Köln an Silvester.

11.30 Uhr: Die Videosignale der Überwachungskameras würden live ausgewertet, um den Einsatz entsprechend zu koordinieren, berichtet Polizeichef Mathies. Zudem können sie bis zu zwei Wochen nach Silvester ausgewertet werden, um eventuelle Straftaten zu verfolgen.

11.26 Uhr: Über die fünf Polizeihundertschaften hinaus, die in Köln an Silvester im Einsatz sind, seien vier weitere Hundertschaften verfügbar an Silvester. Man habe alle angeforderten Hundertschaften bekommen, sagt Polizeichef Mathies auf zweimalige Nachfrage.

11.22 Uhr: Polizeichef Mathies verweist auf die vollständig anderen Einsatzstrukturen und einen ganz anders gelagerten Einsatz als im vergangenen Jahr. Straftaten würden schnell und kompetent aufgenommen. Die einzelnen Bereiche Polizei, Stadt und Bundespolizei arbeiteten Hand in Hand. Kompetenz- oder Kommunikationsprobleme erwarte er keine. Die Videoüberwachungsanlage werde deshalb so kurzfristig installiert, da der über eine Million teure Auftrag europaweit ausgeschrieben werden musste.

11.20 Uhr: Ein Journalist äußert die Befürchtung , dass Köln aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen "totberuhigt wird". OB Reker geht hingegen von einem "spannenden Abend" aus und äußert die Hoffnung, dass sich die Kölner den Raum "zurückerobern" würden. Mathies verweist auf vergleichbare Großveranstaltungen wie Karneval, wo auch trotz großer Polizeipräsenz fröhlich gefeiert worden sei.

11.18 Uhr: Wurm hat seinen Vortrag beendet, nun beginnt die Fragerunde mit der Presse.

11.17 Uhr: Die Bundespolizei wird von 250 zusätzlichen Sicherheitskräften der Bahn unterstützt, so Wurm. Außerdem stünden zusätzliche Interventionskräfte bereit. Wurm selbst wird den Einsatz leiten.

11.15 Uhr: Eine komplett neue Videotechnik mit 200 Kameras soll bis Silvester installiert sein. Beamte sollen Bodycams tragen, der Vorplatz wird ausgeleuchtet. In einem Container könnten Bürger die Bundespolizei immer ansprechen. Uniformierte und zivile Streifen sollen früh patroullieren, um festzustellen, welche Leute nach Köln kommen: "Wollen die friedlich feiern? Oder haben die anderes im Sinn?" Wurm ist sich sicher: "Wir werden die Kontrolle behalten und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten."

11.13 Uhr: Nun kommt Wolfgang Wurm, Direktor der Bundespolizei Sankt Augustin, die für die Sicherheit im Bahnhof zuständig ist. Köln sei in diesem Jahr der Schwerpunkt der Bundespolizei, aber auch andere Großstädte habe man im Blick. Man habe aus dem Geschehen 2015 Erfahrungen gesammelt und habe seine Konzepte optimiert. Man sei gut vorbereitet für Silvester. Die Sicherheitslage sei "hochdynamisch", vieles könne jetzt noch nicht abgesehen werden. Die Bundespolizei sei aber auf alle Eventualitäten vorbereitet.

11.11 Uhr: Rund um den Dom und am Rhein sollen bis Silvester technisch hochwertige Kamera- und Überwachungssysteme eingerichtet werden. Ein Bürgertelefon soll ab dem 27.12. geschaltet werden.

11.08 Uhr: Mathies apelliert an die Verantwortung der Bürger. Sobald man sehe, wie jemand angegangen werde oder sich gefährliche Situationen bildeten, solle man nicht zögern, die 110 zu wählen.

11.07 Uhr: Mathies erklärt das Ziel der großen Polizeipräsenz an Silvester: Die Bürger sollen friedlich und sicher in der Stadt und auf den Brücken feiern können. Über 1.500 Beamte sollen im Einsatz sein. Die größtmögliche Verfügbarkeit für das Personal sei schon seit Juni angeordnet. Damit habe er vielen Polizisten einen Strich durch deren Weihnachtsurlaub gemacht. Diese hätten aber großteils mit Verständnis reagiert. Über 900 Beamten aus den regulären Dienststellen sollen mit fünf Hundertschaften der Bereitschaftspolizei verstärkt werden. Auch die Leitstellen werden verstärkt. Die Polizisten sollen reflektierende Jacken tragen, um leichter erkennbar und ansprechbar zu sein.

11.03 Uhr: Man sei über das LKA und BKA mit anderen Behörden im Austausch und beobachte die Entwicklungen, die sich im Vorfeld ergeben könnten, sagt Mathies.

11.01 Uhr: Mathies verweist auf die allgemeine Terrorgefahr und die dadurch veränderten Sicherheitsvorkehrungen bei Großveranstaltungen. Dennoch sei es wichtig, dass die Menschen ihre Freude am Feiern nicht verlieren. Diesen Spagat müssten die Behörden leisten, aber Mathies gibt sich zuversichtlich, dass das gelingt.

10.58 Uhr: Mathies sagt, ein Jahr "schwierigen Aufgaben" hinter sich. Die Polizei habe in diesem Jahr große Anstrengungen unternommen und so verloren gegangenes Vertrauen zurückgewonnen, glaubt Mathies. Er verweist auf sein Mitgefühl, seine Wut und Betroffenheit angesichts der Situation im vergangenen Jahr, als viele Frauen von der Polizei nicht geschützt werden konnten. So etwas dürfe sich nicht wiederholen, und die Polizei setze alles daran, damit das nicht mehr vorkomme.

10.57 Uhr: Jetzt kommt Polizeipräsident Jürgen Mathies.

10.55 Uhr: "Vielleicht kann das Projekt ein Anstoß sein, Silvester in Zukunft anders zu feiern als mit Alkohol und Böllern", hofft Bien.

10.49 Uhr: Helmut M. Bien, Kurator des Frankfurter Lichtkulturfests "Luminale", kommt auf die Bühne. Für ihn ist Geists Installation ein Paradebeispiel für "Public Art", in deren Rahmen dem Lebensraum Stadt mit künstlerischen Interventionen neue Perspektiven aufgezeigt werden. Durch solche Aktionen könne man dafür sorgen, dass ein öffentlicher Raum nicht zivilisatorisch kippe. "Vom Angstraum zum Lichtraum" habe ein Journalist das Konzept genannt - eine Beschreibung, die gut passe, findet Bien. Die nachhaltige Wirkung der Installation könne sein, dass der Ort um den Dom mit neuen, positiven Bildern belegt werde.

10.43 Uhr: Der Künstler Philipp Geist stellt seine Lichtinstallation "Time Drift Cologne" vor. Zahlreiche Wörter und Begriffe sollen am Silvesterabend auf den Domplatz projeziert werden, dazu kommen Videoausspielungen auf den Fassaden des Domforums und des Römisch-Germanischen Museums. Der Elektronikkünstler Martin Gretschmann, auch bekannt als Console und durch seine Arbeit mit der Band The Notwist, liefert die musikalische Untermalung, auch die Domglocken sollen dabei mit eingebunden werden. Die Wörter wurden vorher zum Teil von Kölner Bürgern vorgeschlagen.

10.42 Uhr: Die Absperrung der Hohenzollernbrücke sei ein weiterer Baustein, die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, sagte Reker. Auch die Sperrung der Freitreppe auf der Deutzer Rheinseite sei mit Behörden und Feuerwehr abgesprochen und diene der Sicherheit, so Reker.

10.39 Uhr: Reker bezeichnet die geplante Lichtinstallation am Dom als "besonderen Kunstgenuss" und verweist auf das weltweite Renommee des Künstlers Philipp Geist. Sie verweist darauf, dass die Besucher Teil des Kunstprojektes seien. So hätten die Bürger die Möglichkeit, sich Raum um "ihren" Dom "zurückzuerobern".

10.37 Uhr: Rund um den Dom und auf dem Roncalliplatz ist eine böllerfreie Zone eingerichtet. Absperrgitter sollen den Einlass regeln, wer in die Zone will, wird kontrolliert.

10.35 Uhr: Ein Koordinierungsstab ist einberufen, in dem alle städtischen Ämter sowie Polizeivertreter ihren Einsatz an Silvester koordinieren. Dieser Stab habe sich bewährt, sagt Reker. Das Ordnungsamt werde von Freiwilligen und privaten Sicherheitskräften unterstützt. Insgesamt 600 Personen seien in der Kölner Innenstadt unterwegs. Zusätzlich zum Angebot von Polizei und Ordnungsamt soll es speziell für Frauen Ansprechpartner und eine Telefonhotline geben. "Wer Hilfe benötigt, wird diese bekommen", sagt Reker.

10.33 Uhr: Reker: "Ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, Köln wieder zu dem zu machen, was ist: Köln ist mehr als der Silvesterabend im vergangenen Jahr."

10.31 Uhr: OB Henriette Reker eröffnet die Pressekonferenz.

10:20 Uhr: Schon vor der Pressekonferenz hat die Kölner Polizei Details zum Sicherheitskonzept an Silvester bekannt gegeben. So sollen 1.500 Polizisten rund um den Hauptbahnhof präsent sein - im vergangenen Jahr waren es nur rund 140. Außerdem soll rund um den Dom ein abgesperrter Bereich entstehen, der nur nach vorheriger Kontrolle betreten werden kann. In diesem Bereich ist Böllern verboten.