Wintereinbruch nur von kurzer Dauer

Wintereinbruch nur von kurzer Dauer

  • Schnee sorgte am Montag für Chaos im Berufsverkehr
  • Viele Unfälle, bis zu 370 Kilometer Stau
  • Temperaturen steigen wieder in NRW

So schnell, wie die Schneedecke gekommen war, verschwand sie vielerorts auch schon wieder: Nach dem überraschenden Wintercomeback im nördlichen Rheinland und Bergischen Land sind mildere Temperaturen im Anmarsch. Schon im Berufsverkehr am Montagnachmittag (07.03.2016) gab es kaum nochBehinderungen durch Schnee und Glätte. "Die Temperaturen liegen deutlich im Plus-Bereich", erklärt Maria Frädrich vom WDR-Wetterstudio am Vormittag.

Noch am Montagmorgen waren viele Pendler im Rheinland von der weißen Schneedecke überrascht worden. Lange Staus hatten sich etwa auf der A57, der A52 , der A46 und der A44 gebildet. Laut Polizei kam es zu zahlreichen Unfällen, zumeist mit Blechschäden. Das WDR-Verkehrsstudio registrierte in NRW bis zu 370 Kilometer Stau. Der Zeitverlust für Autofahrer betrug teilweise fast zwei Stunden. An einer Real- und Sekundarschule in Wülfrath musste sogar der Unterricht ausfallen - nur die Hälfte der Lehrer hatte es durch den Schnee pünktlich in die Schule geschafft. "Da habe ich um neun Uhr entschieden, die Schüler für heute nach Hause zu schicken", sagt Schulleiter Heiko Mavius.

Wintereinbruch legt den Verkehr lahm

Nichts ging mehr: Am Morgen legten Schnee und Eis den Verkehr rund um Düsseldorf lahm. Schwere Unfälle gab es laut Polizei nicht - nur zahlreiche Blechschäden. Viele Berufspendler hatten Probleme zur Arbeit zu kommen. Andere konnte die verschneite Landschaft genießen.

Ein Auto und eine Straße sind eingeschneit

Viele Straßen in Düsseldorf waren am Morgen verschneit.

Viele Straßen in Düsseldorf waren am Morgen verschneit.

Auch vor dem Düsseldorfer WDR Funkhaus fielen dichte Flocken.

Die Berufspendler rund um Düsseldorf standen in Stau: Nix ging mehr.

Wer nicht zur Arbeit musste, konnte sich über den hübschen Anblick freuen.

Zahlreiche Autos mussten stehen bleiben.

Eisglatte Straßen bereiteten Pendlern Probleme.

Am Düsseldorfer Flughafen starteten einige Maschinen mit Verspätung.

Auf den Autobahnen half am Morgen nur viel Geduld.

Verschneite Ausblicke konnten nur Daheimgebliebene genießen.

Autofahrer auf der A 46 haben sich die Zeit im Stau vertrieben und einen Schneemann gebaut.

Alles ist weiß rund um den Düsseldorfer Landtag und den Fernsehturm.

Stand: 07.03.2016, 11:06 Uhr

Deutlich mehr Unfälle in Düsseldorf

"Im Stadtgebiet Düsseldorf und auch auf den Autobahnen gab es deutlich mehr Unfälle als an gewöhnlichen Werktagen", berichtete Susanna Heusgen von der Düsseldorfer Polizei. Meist sei es aber bei Blechschäden geblieben. "Einige Fahrer kamen wegen ihrer Sommerreifen nicht mehr von der Stelle." Auch nicht ausreichend freigekratzte Autoscheiben hätten für Probleme gesorgt. Drei Straßenbahnen entgleisten und zwei Busse fuhren in Straßengräben - was die Fahrpläne durcheinander brachte. Laut Rheinbahn wurde aber niemand verletzt.

Am Flughafen Düsseldorf starteten einige Flüge mit Verspätung, weil die Maschinen zuerst enteist werden mussten. In Wuppertal hatten die Verkehrsbetriebe ihren kompletten Busverkehr wegen des Winterwetters am Morgen eingestellt. Erst am Montagvormittag fuhren dort wieder Busse - allerdings nicht auf allen Routen und mit teilweise großen Verspätungen. Über die sozialen Netzwerke posteten viele Nutzer ihre Winterbilder, etwa bei Twitter:

Stand: 08.03.2016, 06:47