Remscheid: Historisches Filmmaterial vernichtet

Remscheid: Historisches Filmmaterial vernichtet

Das Deutsche Röntgenmuseum in Remscheid hat historisches Filmmaterial vernichten lassen. Dabei handelt es sich um 200 so genannte "Nitro-Filme". Das Material ist besonders heikel bei der Lagerung, weil es sich selbst entzünden kann.

Die Filme stammten vom Röntgen-Pionier Professor Albert Janker. Dessen Nachkommen hatten sie dem Museum vererbt. Zunächst hätten Stadt und Museum versucht, sie an das Bundesarchiv weiterzugeben. Dort habe man die Filme aber nicht annehmen wollen. Deswegen habe die Stadt als Alternative geprüft, ob sie die Filme in städtischen Gebäuden lagern könnten. Laut Feuerwehr und Sicherheitsbeauftragten sei das aber zu risikoreich gewesen.

Unter anderem der Fachverband für Medizingeschichte in München hat die Vernichtung des Materials kritisiert. Die historischen Filme wurden vorher nicht digitalisiert, weil es mehrere hunderttausend Euro gekostet hätte. Das Geld hatte die Stadt aber nicht.

Stand: 23.11.2016, 16:57