Rheinkirmes in Düsseldorf: Startschuss mit Tempo 100

Rheinkirmes in Düsseldorf: Startschuss mit Tempo 100

Von Andreas Sträter

Sommerzeit ist Kirmeszeit. Mit Spitzengeschwindigkeiten starteten die Besucher der Düsseldorfer Rheinkirmes ins Wochenende. Eindrücke vom bunten Treiben auf den Rheinwiesen.

Schiffsschaukel Nessy

Für Daniel, Keanu und Elisabeth Kwiatkowski (von links) aus Düsseldorf begann die Düsseldorf Rheinkirmes mit Kribbeln im Bauch. "Die Fahrt in der Schiffsschaukel hat Spaß gemacht", sagte Kenau nach der rasanten Fahrt im Karussell "Nessy". "Mir ist jetzt aber ein bisschen schlecht."

Für Daniel, Keanu und Elisabeth Kwiatkowski (von links) aus Düsseldorf begann die Düsseldorf Rheinkirmes mit Kribbeln im Bauch. "Die Fahrt in der Schiffsschaukel hat Spaß gemacht", sagte Kenau nach der rasanten Fahrt im Karussell "Nessy". "Mir ist jetzt aber ein bisschen schlecht."

Hoch hinaus ging es auch auf dem höchsten mobilen Kettenkarussell der Welt. Der "Starflyer" des Schaustellers Hans Peter Maier aus der Schweiz presst die Passagiere in 80 Metern Höhe in ihre Sitze. Von oben haben die Passagiere einen tollen Blick auf Düsseldorf und die Rheinkirmes.

Die Fahrt auf dem überdimensionalen Kettenkarussell sei sehr angenehm, bestätigen Tiffany Figel und Can Baba aus Düsseldorf. "Das sieht heftig aus, ist aber gar nicht so schlecht. Die Aussicht ist top", sagte Can Baba nach der etwa fünfminütigen Runde hoch über der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt.

Schon am Freitag (14.07.2017) ist die Rheinkirmes gestartet, die zu den größten deutschen Volksfesten zählt. Als Karussellneuheit präsentiert sich in diesem Jahr das Fahrgeschäft "Mr. Gravity" (rechts), das Spitzengeschwingkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreicht. Das Drehkarussell sieht von außen aus wie eine tanzende Bratpfanne.

"Zauberhaftes Biest – ich liebe Dich." Lebkuchenherzen können sich die Besucher in Düsseldorf auch individuell verzieren lassen. Rund vier Millionen Besucher werden in den kommenden 14 Tagen auf dem Kirmesgelände auf den Rheinwiesen erwartet.

"Big Bamboo" ist ein so genanntes Laufgeschäft mit einem Parcours im Inneren. Im Außenbereich gibt es viele Wassereffekte. "Der Besuch lohnt sich", finden Sophie (links) und Stephanie. Und farbenfroh ist der nasse Spaß auch noch: für jeden Besucher gibt es eine Hawaiikette.

Die "Petersburger Schlittenfahrt" dreht sich auf dem Platz (Kirmeseingang Luegplatz, Oberkassel), auf dem im vergangenen Jahr noch die große Wasserbahn aufgebaut war. Doch da das Fahrgeschäft nicht mehr durch Deutschland reist, sondern in einem Park fest aufgebaut wurde, mussten Alternativen her. Die Schlittenfahrt ist mit einem Musikexpress vergleichbar. Die Gondeln drehen sich dabei allerdings in die Vertikale.  

Die Brüder Stephan (rechts) und Philipp Wiechers tasteten sich durchs Spiegellabyrinth "Kristallpalast". "Es war ganz schön schmerzhaft", sagte Philipp. "Ein paar Mal bin ich vor die Scheibe gelaufen", ergänzte er. "Wir waren ziemlich lang unterwegs." Auf der Frage danach, wie lang genau die Odysee gedauert hat, half der Vater nach: "Zwei Bier haben wir bestimmt auf die beiden gewartet", präzisierte er.

Toni Scheffer (8) aus Lippstadt (Kreis Soest) ist ein echtes Schaustellerkind. Sein Vater Toni Scheffer senior betreibt einen Stand "Fröschekloppen". Beim benachbarten Überschlagkarussel "Apollo 13" schlüpfte der kleine Toni in einen Raumanzug. Die Kirmesrunde drehte er am Samstag zusammen mit Schwester Leni (5) und seiner Cousine Lara Lauenburger aus Berlin. "Für uns ist die Kirmes wie ein großes Familientreffen", sagte Lara Lauenburger: "Und Schaustellerkinder fahren auf den Karussells nicht nur eine Runde, sondern oft vier, fünf Runden."

Mehrere Geisterbahnen laden auf der Rheinkirmes zum Grusel ein. Die "Große Geisterbahn", die "Geisterstadt" und das mehrstöckige "Daemonium" sind in Düsseldorf ebenso aufgebaut wie das neue "Geisterdorf", in dessen Inneren sich laut Ankündigung "lebende Geister" befinden. Daher sind die Wagen mit zusätzlichen Gittern ausgestattet.

Angelika Reisch aus Erkrath und ihre Enkelinnen Mia (rechts) und Juliane aus Wuppertal sind keine Geisterbahn-Fans, haben fürs Foto aber neben Graf Dracula Platz genommen. "Wir drehen jedes Jahr eine Runde mit den beiden", sagt Angelika Reisch. "Wenn es am späten Nachmittag voller wird, machen wir uns aber wieder auf den Heimweg."

Dort, wo im vergangenen Jahr eine Indoor-Bahn stand, lädt in diesem Jahr die Olympia-Bahn aus München zur Fahrt durch fünf Loopings ein. Wenn in Düsseldorf die Kirmes am 23. Juli zu Ende geht, startet schon bald darauf die zweite große Kirmes in NRW mit mehreren Millionen Besuchern – die Cranger Kirmes beginnt am 3. August.

Stand: 15.07.2017, 16:00 Uhr