Rees wird zur Skulpturen-Hochburg

Auf dem Marktplatz ist immer Betrieb.

Rees wird zur Skulpturen-Hochburg

  • 47 Skulpturen im Rundgang
  • 17 Kunstwerke käuflich
  • Ausstellung läuft bis Frühjahr 2020

Wer nach Rees Kunst gucken kommt, sollte sich nicht auf den Skulpturenpark beschränken. Denn in Rees gibt es im ganzen Städchen fast ebenso viele Skulpturen wie Einwohner. Schon auf dem Marktplatz lauert die Kunst: Vor dem Bürgerhaus steht die "Fotogruppe" aus der Alltagsmenschen-Reihe der Wittener Künstlerin Christel Lechner.

Dahinter, im Erdgeschoss des Rathauses geben die Mitarbeiter des Tourismusbüros die Broschüre "Skulpturenrundgang durch Rees" an Interessierte ab, sie liegt aber auch zum Mitnehmen im Museum aus und ist zum download auf der Webseite der Stadt hinterlegt.

Skulpturenrundgang durch Rees

Der Rundgang führt über anderthalb Kilometer an 47 Skulpturen vorbei. Er beginnt am Froschteich. Dort dümpelt eine weitere Alltagsmenschen-Arbeit von Christel Lechner. Der "Schwimmreifenmann" – von den Einheimischen liebevoll "Paul" genannt. Nebenan auf dem Trockenen räkelt sich der "Froschkönig" vor seiner Kugel.

Froschkönig.

Mit dem Froschkönig beginnt der Skultpuren-Rundgang

An verschiedenen abstrakten Stahlplastiken vorbei geht es weiter zur Rheinpromenade, wo ein Bronzemann auf einer Parkbank Zeitung liest, bunte handförmige Gebilde die Rheinschiffer grüßen und zwei junge Mädchen aus Bronze ein "Zwiegespräch" halten.

Kunst als Bürgerinitiative

Gehende mit Rucksack.

Gehende mit Rucksack.

All diese Skulpturen haben die Stadt oder ihre Bürger im Laufe der Jahre gekauft und viele von ihnen waren zunächst Teil einer Skulpturenpark-Ausstellung, berichtet Sigrid Mölleken, Leiterin der Abteilung Schule, Kultur und Stadtmarketing in Rees. "Wir haben einen sehr aktiven Verkehrs- und Verschönerungsverein, der viele dieser Skulpturen auch gestiftet hat. Und auch die Idee, 2003 den Skulpturenpark einzurichten, ist aus der Bevölkerung gekommen."

Skulpturen begegnen dem Rees-Besucher wirklich auf Schritt und Tritt – teils kaum zu sehen, wie der kleine Lautenspieler, der eingerahmt von Efeuranken in der Nische eines Privathauses sitzt.

17 Kunstwerke im Skulpturenpark

Im eigentlichen Skulpturenpark schließlich, einer 5500 Quadratmeter großen Grünanlage am Fuß der alten Stadtmauer, sind die 17 Neuzugänge ausgestellt. Neben einer riesigen Ameise des Niederländers Urban Stark astet zum Beispiel der kleine "Sisyphos" des Jülicher Künstlers  Ernesto Marques eine riesige Kugel den Berg hoch.

Skulpturen in Rees

Fotostrecke

Lautenspieler.

Lautenspieler

Lautenspieler

Skulpturenpark VII in Rees

Sisyphos schiebt seine Kugel den Berg hoch

Frau im Wind

 "Wir machen eine Ausschreibung und dann können sich Künstler bewerben, die beim Skulpturenpark mitmachen wollen", sagt Sigrid Mölleken. "Wir haben dann eine Jury, die die Kunstwerke aussucht unter allen Bewerbungen, der gehört unter anderen Professor Kunde an, der Leiter des Museums Kurhaus in Kleve."

Alle 17 Kunstwerke sind käuflich, bleiben aber bis zum Frühjahr 2020 in Rees im frei zugänglichen Skulpturenpark ausgestellt.

Stand: 19.05.2017, 15:26