Mieterbund fordert mehr Werkswohnungen

Hans-Jochem Witzke

Mieterbund fordert mehr Werkswohnungen

Von Udo Bühlmann

  • Zu wenig preiswerter Mietraum im Rheinland
  • Zu viel private Wohnungsvermittlung an Touristen
  • Zu hohe Mieten nach Luxusrenovierungen

Die Zahl der Menschen, die sich in den Städten keinen Wohnraum mehr leisten könnten, werde immer größer. Das kritisierte am Donnerstag (14.09.2017) der Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes NRW, Hans-Jochem Witzke. Selbst für Krankenpfleger, Feuerwehrmänner und Erzieher würde erschwinglicher Wohnraum immer knapper.

Folge sind überhöhte Mieten

Das führe zu der Situation, dass Mieter immer häufiger überhöhte Mieten für eine Wohnung bezahlen müssten. Vermieter nutzten die Notsituation aus. Da müssten große Unternehmen, das Land NRW und die Kommunen gegen steuern. Als Beispiel für die aktuelle Lage nennt der Deutsche Mieterbund den Rathenauplatz in der Innenstadt von Köln. Dort würde die angestammte Bevölkerung verdrängt, weil Luxusrenovierungen den Wohnraum verteuerten. Es könnten sich nur noch diejenigen die Wohnungen leisten, die hohe Einkommen hätten und über 15 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zahlen könnten.

Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen

Um die Lage zu entspannen müssten, mehr Wohnungen gebaut werden und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen weitgehend verboten werden, fordert der Deutsche Mieterbund. Er kritisiert auch die massenhafte private Wohnungsvermittlung an Touristen rund um den Kölner Neumarkt. Auch das belastete den Kölner Wohnungsmarkt und treibe die Mietpreise in die Höhe.

Stand: 14.09.2017, 12:32