Kolumba-Museum in Köln feiert zehnjähriges Bestehen

Kolumba

Kolumba-Museum in Köln feiert zehnjähriges Bestehen

  • Kooperation mit Römisch-Germanischem Museum
  • Jahresausstellung soll Zeichen für kulturelles Erbe Kölns sein
  • Neubau steht auf Grundriss alter Kirche

Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln feiert sein zehnjähriges Bestehen. Gefeiert wird das mit der neuen Jahresausstellung „Pax de deux“. Die Ausstellung präsentiert eine Bandbreite an Werken von der Antike bis zur Gegenwart und ist eine Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum. Während des gesamten Ausstellungszeitraums bis August 2018 nennt sich das Museum „Römisch Germanisches Kolumba“.

Neubau auf Grundriss alter romanischer Kirche

Das Kolumba ist neben dem Wallraf-Richartz-Museum eins der ältesten Museen in Köln. Nur der Neubau feiert sein zehnjähriges Bestehen. Bis 2007 befand sich das Museum in unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom am Roncalliplatz. Der Neubau wurde nach den Plänen des Schweizer Architekten Peter Zumthor errichtet. Das Backstein-Gebäude verbindet Neues und Altes. So wurde der Neubau auf dem ursprünglichen Grundriss und Mauerresten der im Zweiten Weltkrieg zerstörten romanischen Kirche St. Kolumba gesetzt.

Kooperation schon lange geplant

Schon vor vier Jahren haben die Chef-Kuratoren beider Museen Pläne geschmiedet, inwiefern eine Zusammenarbeit möglich ist. Die bevorstehende Generalsanierung des Römisch-Germanischen Museums ab Herbst und der runde Geburtstag des Kolumba waren schließlich Auslöser für die gemeinsame Ausstellung. Beide Museen betonen aber, dass die Zusammenarbeit keine „Zwangsehe“ sei. Gemeinsam wollen sie die über 2000 Jahre alte Geschichte von Köln erzählen und die „Lust der Menschen am schauen“ befriedigen, so Chef Kurator Stefan Kraus.

Jubiläum soll Zeichen setzen

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Die Ausstellung "Pas de deux" zeigt Werke von der Antike bis zur Gegenwart

Das „Römisch Germanische Kolumba“ will mit der neuen Jahresausstellung ein Zeichen für das kulturelle Erbe der Stadt Köln setzen. „In Zeiten, wo Kunst und Kultur durch Kriege zerstört werden, bekommt das kulturelle Erbe eine noch größere Bedeutung“, so Kraus. „Das Kolumba will auch in Zukunft ein Ort des freien Denkens, der Entfaltung und des Spirituellen sein“. Das Kolumba wurde 2013 zum Museum des Jahres gekürt. Jährlich kommen rund 60.000 Besucher.

Stand: 13.09.2017, 15:30