Kölner Studenten entwickeln Rettungsdrohne

Drohne fliegt vor den Augen der Feuerwehr

Kölner Studenten entwickeln Rettungsdrohne

  • Neue Rettungsdrohne an TH Köln in Planung.
  • Drohne soll nach Lebenszeichen suchen.
  • Bund fördert das Forschungsprojekt.

Um Rettungskräfte bei ihrer Suche nach Überlebenden zu entlasten, entwickeln Studentinnen und Studenten am Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln ein fliegendes Lokalisierungssystem. Die Drohne soll außerdem auch auf unebenem Boden wie Geröll landen können und dort nach Lebenszeichen suchen, zum Beispiel nach Atembewegungen des Brustkorbs. So soll die Drohne eigenständig feststellen, ob eine verschüttete Person noch lebt.

Drohne soll exakte Karte der Unglücksstelle anfertigen

Zerstörte Autos unter den Trümmern des Kölner Stadtarchivs

Die Drohne soll Vermisste orten - hier das Kölner Stadtarchiv

Außerdem soll die Drohne etwa ein Trümmerfeld in sehr hoher Qualität dreidimensional kartographieren. Einsatzkräfte können mit dieser genauen Karte dann schnell und direkt zur verletzten Person gelangen, ohne wertvolle Zeit durchs Suchen zu verlieren. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,9 Millionen Euro geförderten Forschungsprojektes ist es, die Rettungskräfte bei der Suche nach Verschütteten zu entlasten und ihren Einsatz sicherer zu gestalten.

Zusammenarbeit mit Rettungskräften

Die Studentinnen und Studenten erarbeiten die neue Drohne gemeinsam mit Einsatzkräften, die ihre Erfahrungen und Anforderungen an die Drohne mit einfließen lassen. Ziel des Forschungsprojekt ist es erstmal einen Prototypen zu entwickeln. Der soll dann getestet werden und später auch zum Einsatz kommen. Denkbar sind dabei Einsatzszenarien nach einer Gasexplosion in einem Wohnhaus, nach einem Erdbeben, oder nach Unglücken wie dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs.

Schöne neue Drohnenwelt

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 08.08.2017 | 19:39 Min.

Download

Stand: 09.08.2017, 07:00