Kölner Lichter: Strahlen, feiern, singen

Feuerwerkskörper vor dem Kölner Dom in Köln am 14. Juli 2012

Kölner Lichter: Strahlen, feiern, singen

  • Großfeuerwerk "Kölner Lichter" am Samstag.
  • Mitsing-Konzert als gelungenes Experiment.
  • Insgesamt 300.000 Besucher.

Rechts und links und mitten drauf: Der Rhein und seine Ufer bildeten auch dieses Jahr die Bühne für das Großereignis, das am Samstag (15.07.2017) wieder mit Pyrotechnik und opulenter Begleitmusik punktete. 50 Schiffe schipperten am Abend von Köln-Porz aus flussabwärts, begleitet von kleinen und großen Feuerwerken: Bengalische Lichter, 500.000 Wunderkerzen und leuchtende Heißluftballons schufen ein strahlendes Panorama.

Musik aus Tausend Kehlen

Kurz vor Mitternacht das Highlight: Fast fünf Tonnen Pyrotechnik wurden von zwei großen Pontonschiffen aus abgefeuert. Anders als in den Vorjahren kam die Musik, die im Takt der Licht-Explosionen erklingt, nicht vom Band - sie erklang aus den Kehlen Zehntausender Besucher am Ufer und auf den Schiffen. Auf der Playlist: Kirchenlieder, Karnevalsongs und echte Mitsing-Klassiker. Unterstützung gab es per Playback, vorab eingesungen vom WDR-Rundfunkchor und über Großlautsprecher übertragen.

Gute Laune trotz Regenschauern

In Stimmung brachten sich die Schaulustigen schon am Nachmittag, zum Beispiel am Tanzbrunnen, der größten Open-Air-Bühne des Tages. Dort spielten die "Höhner"; von dort aus konnten die Besucher auch die Regatta verfolgen, bei der 80 Ruderer an den Start gingen.

Rund 300.000 Zuschauer säumten nach Schätzung der Veranstalter die Ufer - und ließen sich auch nicht von kurzen Regenschauern die Laune verderben.

Hunderttausende Augen funkeln bei "Kölner Lichter"

Zuschauer singen am Ufer, Schiffe schippern im Konvoi auf dem Rhein, am Nachthimmel funkelt ein großes Feuerwerk: Hunderttausende haben die "Kölner Lichter" besucht.

Impressionen von den Kölner Lichtern 2017

Die "Kölner Lichter" wurden am Samstagabend (15.07.2017) zum 17. Mal gezündet. Höhepunkt war wie immer das laut Veranstalter größte Höhenfeuerwerk Deutschlands mit Musik.

Die "Kölner Lichter" wurden am Samstagabend (15.07.2017) zum 17. Mal gezündet. Höhepunkt war wie immer das laut Veranstalter größte Höhenfeuerwerk Deutschlands mit Musik.

Schon lange vor Einbruch der Nacht drängelten sich die Zuschauer links und rechts des Rheins. 300.000 Besucher sollen es schließlich gewesen sein, die das Spektakel vor der Stadtkulisse beobachten wollten.

Viele schipperten auch auf Schiffen an die Innenstadt heran, um das Ereignis aus einem ganz anderen Blickwinkel zu bestaunen.

Kurz vor Mitternacht ging es los: 50 Tonnen Pyrotechnik flogen in die Luft - nach einem genau ausgeklügelten Plan natürlich.

Das Feuerwerk wurde von zwei Pontonschiffen aus gezündet, die im Fluss lagen.

Die Musik kam diesmal nicht vom Band, sondern von den Zuschauern. Im Takt der Explosionen sangen sie "Angels" und "Versuch's mal mit Gemütlichkeit".

"Köln-Experiment" lautete denn auch das Motto des Höhenfeuerwerks in diesem Jahr.

Nach 30 Minuten war alles vorbei. Aber die nächsten "Kölner Lichter" kommen bestimmt.

Fahrrad erregte Verdacht

Die Polizei, die mit 800 Kräften im Einsatz war, meldete nur ein besonderes Vorkommnis: Teile des Rheinufers wurden vorübergehend gesperrt, weil ein Fahrrad mit einem Karton auf dem Gepäckträger Verdacht erregt hatte. Ein Entschärfer stufte es aber als ungefährlich ein, der Bereich wurde schnell wieder freigegeben.

Das Feuerwerk der "Kölner Lichter" vor dem Rheinpanorama mit angestrahltem Kölner Dom bei Nacht.

Einstimmung am Nachmittag

Wie zu Karneval und beim Christopher Street Day hatte es verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gegeben. Brücken wurden abends gesperrt, Parken war in vielen Stadtgebieten verboten. Außerdem durften große Lkw nicht in die Innenstadt und ins rechtsrheinische Deutz.

Stand: 16.07.2017, 08:30