Start für den Bau des Rhein-Ruhr-Express in Köln

Rhein-Ruhr-Express

Start für den Bau des Rhein-Ruhr-Express in Köln

Von Udo Bühlmann

  • Erster Spatenstich am 8. März 2017 in Köln
  • Köln fordert zusätzlichen Halt in Köln-Mülheim
  • Erste Züge zwischen Köln und Dortmund sollen Ende 2018 rollen

Schon in der kommenden Woche am 8. März 2017 geht es offiziell los. Dann ist im Kölner Hauptbahnhof symbolischer Spatenstich für den Baubeginn des Milliarden-Projektes Rhein-Ruhr-Express RRX. Das Startzeichen gaben am Donnerstag (02.03.2017) Verkehrspolitiker und Vertreter von Verkehrsunternehmen auf einer Regionalkonferenz in Köln.

Michael Groschek, Heiko Sedlaczek, Bernd Köppel, Andreas Wolter beantworten die Fragen der anwesenden PressevertreterInnen

Pressekonferenz zum Rhein-Ruhr-Express

Der Ort für den Baubeginn ist gut gewählt. Der Kölner Hauptbahnhof und die Hohenzollernbrücke gelten als das Nadelöhr des Schienenverkehrs in Nordrhein Westfalen. Deshalb muss nach Einschätzung von Verkehrsexperten nicht nur in das Projekt RRX, sondern auch in den Ausbau des Bahnknotens Köln investiert werden. Dann könnten irgendwann auch die Fernzüge aus Süddeutschland pünktlicher in NRW ankommen.

Groschek: Halt in Köln-Mülheim kann noch dauern

ein Portraifoto von einem Mann, der einen Anzug trägt

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek

Die für Köln zentrale Forderung stellte Oberbürgermeisterin Henriette Reker gleich zu Beginn. Der Rhein-Ruhr-Express muss in Köln-Mülheim halten. Ein Ortsteil mit 145.000 Bewohnern könne nicht vom Zukunftsprojekt RRX abgekoppelt werden, so Reker. Dennoch müssen die Köln-Mülheimer noch warten. NRW-Verkehrsminister Michael Groschek stellte einen Haltepunkt Mülheim für später in Aussicht. Das könne noch Jahre dauern.

Schrittweise ins RRX-Zeitalter

Die ersten neuen RRX-Züge fahren ab Ende kommenden Jahres. Insgesamt 82 neue Züge wurden beim Hersteller Siemens bestellt. Die Züge sind mit Internetzugang, Videoüberwachung und natürlich Klimaanlagen ausgestattet. Eine spezielle Gestaltung an den Eingangsbereichen soll ein schnelles Aus- und Einsteigen ermöglichen. Dazu wurden auch extra breite Türen bestellt, denn Wartezeiten beim Ein- und Aussteigen sind eine Ursache für Verspätungen. Der RRX soll Köln unter anderem in Bochum, Essen, Mülheim und Duisburg Halt machen.

Wenn die ersten neue RRX-Züge fahren, wird sich zumindest das Platzproblem leicht entspannen. Die neuen Züge haben deutlich mehr Platz auch für Kinderwagen, Rollatoren und Fahrräder. Am Takt und der Geschwindigkeit wird sich zunächst nichts ändern.

15-Minuten-Takt erst in 10 Jahren

Bevor der RRX Tempo fahren kann und die Fahrzeiten sich spürbar verringern, müssen noch zusätzliche Schienen verlegt und umfangreiche Umbauarbeiten am Schienennetz erledigt werden. Erst in rund zehn Jahren wird dann ein 15-Minuten-Takt zwischen Köln und Dortmund möglich sein. Bis dahin geht es mit dem RRX Schritt für Schritt voran.

Stand: 02.03.2017, 15:41