Kölner Polizeipräsident begrüßt Raserurteil von Berlin

Kölner Polizeipräsident begrüßt Raserurteil von Berlin

Polizeipräsident Jürgen Mathies hofft, dass die Verurteilung von Rasern in Berlin wegen Mordes auch die Kölner Raserszene beeindrucken wird.

Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies

Die Raser verabredeten sich in Köln zu regelrechten Rennen, sagte Mathies auf WDR 2. Man frage sich, warum diese Rennen nicht stärker bestraft werden. Er glaube, dass das Berliner Urteil abschreckende Wirkung haben werde. "Ich glaube, dass mit dem Urteil eine klare Linie gezogen wird, dass wir nicht über irgendeine Geschwindigkeitsüberschreitung sprechen, sondern über vorsätzliche Tathandlung", sagte der Polizeipräsident. Die Polizei in Köln arbeite in einem Sonderprojekt intensiv daran, Autorennen von Rasern zu bekämpfen.

Mathies: Urteil wird abschreckende Wirkung haben

Das Berliner Landgericht hatte gestern (27.02.2017) zwei Männer für ihr Rennen am Kudamm wegen Mordes zu lebenslanger Haft veruteilt. Ein Unbeteiligter war dabei zu Tode gekommen. Bislang ergingen bei Rasern Schuldsprüche wegen einer fahrlässig begangenen Tat.

Kölner Raserurteil hatte Diskussion ausgelöst

In Köln hatte ein Urteil des Kölner Landgerichts im April 2016 für Diskussionen gesorgt. Das Gericht hatte zwei junge Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt. Sie hatten durch ein Rennen den Tod einer 19-jährigen Radfahrerin verschuldet. Bei einem weiteren Raserunfall im Juli 2015 mit einem getöteten Radfahrer verhängte das Gericht eine Strafe von zwei Jahren und neun Monaten Haft. Vorwurf: fahrlässige Tötung und vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs.

Stand: 28.02.2017, 13:05