Er musste büßen: Nubbel in Köln verbrannt

Er musste büßen: Nubbel in Köln verbrannt

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Mit der Nubbelverbrennung verabschiedeten sich zahlreiche Jecken in Köln von der fünften Jahreszeit.

Nubbelverbrennung in Köln

Noch wacht der Nubbel in dieser Kneipe über die feiernden Jecken, um Mitternacht wird er verbrannt und mit ihm alle Sünden der Karnevalszeit.

Noch wacht der Nubbel in dieser Kneipe über die feiernden Jecken, um Mitternacht wird er verbrannt und mit ihm alle Sünden der Karnevalszeit.

Seit Weiberfastnacht sitzt der Nubbel in der Alten Feuerwache in Köln und blickt auf das bunte Treiben. Laut Tradition hält er als Sündenbock den Kopf für alle Sünden hin, die sich in der Zeit angesammelt haben.

Dieser Nubbel versucht noch sich hinterm Tresen der Kneipe zu verstecken, doch zwecklos.

Lichterloh brennt die Puppe aus Stroh um Mitternacht vor der Kölner Kneipe.

Im Kölner Agnesviertel wird der Nubbel mit einem Umzug feierlich zu Grabe getragen. Die Fackeln für den letzten Umzug der Fünften Jahreszeit werden entflammt.

Mit Fackel und Regenschirm bewaffnet ziehen die Jecken durch die Straßen.

Die Ritter tragen den Nubbel durch die Straßen Kölns, bevor er angezündet wird. Begleitet werden die Ritter von mehreren hundert Jecken.

Die so genannten Heulsusen trauern laut wimmernd und klagend um den Nubbel, der aus der Kneipe hinaus zum Feuer getragen wird.

Der Kremator klagt den Nubbel für seine Sünden an. Er führt den Zug durch die Straßen und ruft laut "Schande, Schande".

Als Feuerspucker sorgt er um Mitternacht in der "Alten Feuerwache" im Kölner Norden für die richtige Stimmung.

Und der Feuerspucker lässt den Nubbel lichterloh brennen.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei, jetzt freuen sich die Jecken auf die kommende Session unter dem Motto "Mer Kölsche danze us der Reih".

Stand: 01.03.2017, 08:40 Uhr