Aachen: Karlsmedaille für Rolf-Dieter Krause

Aachen: Karlsmedaille für Rolf-Dieter Krause

20 Jahre lang erklärte er den TV-Zuschauern Europa. Für sein europäisches Engagement wurde Rolf-Dieter Krause, früherer Leiter des ARD-Studios Brüssel, nun mit der Karlsmedaille ausgezeichnet.

Der Fernsehjournalist Rolf-Dieter Krause habe über viele Jahre mit kritischem Urteilsvermögen und profunder Sachkenntnis die teils komplexen Sachverhalte der europäischen Politik nachvollziehbar erläutert, hieß es in der Begründung zur Wahl am Freitag (18.05.2017) in Aachen.

Fast selber schon eine Brüsseler Institution

Der EU-Parlamentarier Elmar Brok (CDU) würdigte den 66-Jährigen in seiner Laudatio so: "Krause war neben Parlament, Rat und Kommission fast selber schon eine Brüsseler Institution, die den politischen Akteuren Europas immer wieder den Spiegel vorgehalten hat." Krause sei ein unabhängiger und unbequemer Berichterstatter gewesen.

Krause: "Notwendig, den Laden zusammenzuhalten"

"Mr. Europa", so Krauses Spitzname, ist über den aktuellen Zustand der EU nicht besonders glücklich. "Ich ärgere mich oft, was Politiker aus diesem Europa gemacht haben. Aber wenn es dieses Europa nicht gäbe, würde es uns schlechter gehen", sagte er der Aktuellen Stunde am Freitag. Deshalb sei es "notwendig, den Laden zusammenzuhalten".

Journalist folgt auf ESC

Mit der Karlsmedaille für europäische Medien werden Menschen und Institutionen aus dem Medienbereich ausgezeichnet, die in besonderer Weise zur europäischen Einigung und zur Herausbildung einer europäischen Identität beigetragen haben. Im vergangenen Jahr hatte der Eurovision Song Contest (ESC) die Auszeichnung bekommen.

Der Verein, der den Preis stiftet, wurde 2006 auf Initiative der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen ins Leben gerufen.

Stand: 18.05.2017, 19:20