Krätze: Krankenhaus in Bonn schließt Station

Krätze: Krankenhaus in Bonn schließt Station

  • Bonner Krankenhaus schließt Station.
  • Patienten und Mitarbeiter von Krätze befallen.
  • Vermehrt Krätze im Rheinland.

Das Bonner Johanniter-Krankenhaus hat wegen Krätzmilbenbefall eine Station geschlossen. Dort waren bei einigen Patienten die lästigen Hautparasiten festgestellt worden. Die betroffenen Patienten werden jetzt isoliert behandelt. Für die übrigen Stationen besteht kein Grund zur Sorge, meldet die Krankenhausleitung. Die Räume der Station werden in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt und desinfiziert.

Am Vormittag hat das Gesundheitsamt die Maßnahmen begutachtet. Wahrscheinlich kann die Station am Montag (16.10.2017) wieder geöffnet werden, so ein Krankenhaussprecher.

Weitere Fälle im Rheinland

Auch in Köln wurden in diesem Jahr bereits 128 Fälle von Krätze gemeldet. Im Vergleich dazu waren es im vergangenen Jahr insgesamt 113 Fälle. Das Gesundheitsamt warnte jedoch davor, von einer Welle zu sprechen. Meldepflichtig seien Erkrankungen in Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Flüchtlings- oder Seniorenheimen.

Leichte Übertragungswege der Krankheit

Bei der Krätze handelt es sich um eine Hautkrankheit, die von der Krätzmilbe verursacht wird. Die Milbe wird von Mensch zu Mensch durch Hautkontakt übetragen. Eine Ansteckung durch den Kontakt mit befallenen Polstermöbeln oder Kleidung ist jedoch auch möglich. Die Milben verursachen extremes Jucken an Händen und Körper.

Stand: 13.10.2017, 18:26