Hambacher Forst: Polizei erwartet Krawalle

Symbolbild: Ausschreitungen bei Protesten von Braunkohlergegnern mit der Polizei

Hambacher Forst: Polizei erwartet Krawalle

  • Widerstand der Braunkohlegegner am Hambacher Forst wächst.
  • Polizei erwartet Ausschreitungen rund um das Waldgebiet.
  • Beamten stellen sich auf Schwierigkeiten ein.

Die Beamten rechnen bei den bevor stehenden Rodungen im Hambacher Forst damit, dass die Gewaltbereitschaft zunimmt. Aus einem Schreiben der Braunkohlegegner geht hervor, dass die Polizei nicht mehr erwünscht sei. Gewalt und ein menschenverachtender Umgang mit den Beamten würden in Kauf genommen, heißt es aus Polizeikreisen.

Polizei Aachen erwartet "robustere" Situation

Nach Einschätzung der Beamten halten sich rund 150 Umweltaktivisten in dem Waldgebiet auf. Darunter zahlreiche Autonome aus Hamburg, Leipzig und Berlin. "Es ist eine ganz klare Trennlinie zwischen Radikalen, ja fast schon Anarchisten und den Leuten, die wahrhaft Interessen verfolgen hinsichtlich der Erhaltung dieses Waldbestandes", sagte der Aachener Polizeisprecher Paul Kemen. Er fügt hinzu, dass sich die Beamten auf eine "robustere" Situation einstellen und sich dementsprechend vorbereiten.

Erstmals Journalisten eingeschüchtert

Nach WDR-Informationen wurden auch erstmals Journalisten eingeschüchtert. Fotografen oder Fernsehteams dürften den Wald nicht mehr betreten, wenn dies nicht mit den Aktivisten abgesprochen ist.

Entscheidung des Verwaltungsgerichts verschoben

Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet erst am 21. November 2017 über eine Klage des Bundes für Umwelt- und Naturschutz, die Rodung im Hambacher Forst zu stoppen.

Stand: 13.10.2017, 14:10