Gutachten zu Kölner Oper erklärt Mängel

Blick auf die Baustelle der Gebäude von Oper und Schauspielhaus in Köln

Gutachten zu Kölner Oper erklärt Mängel

  • Planung, Überwachung und Ausführung mangelhaft.
  • Ein Grund: zu wenig Mitarbeiter.
  • Unklar, warum Mängel nicht vorher aufgefallen sind.

Das Gutachten einer Kölner Kanzlei zur Opernsanierung liegt der Stadt seit Dienstag (12.09.2017) vor. Darin werden Mängel bei der Planung, Überwachung und Ausführung aufgelistet. Besonders die Haustechnik und der Brandschutz seien mangelhaft. Ein Grund für die Probleme bei der Sanierung sei auch, dass die Planungsbüros für die Klimatechnik zu wenig Mitarbeiter beschäftigt hätten.

Geplanter Eröffnungstermin war vor zwei Jahren

Aus dem Gutachten geht eindeutig hervor, dass der geplante Eröffnungstermin im November vor zwei Jahren so auf keinen Fall eingehalten werden konnte. Unklar ist aber, warum die Probleme nicht rechtzeitig aufgefallen sind. Jörg Detjen (Die Linke) aus dem Rechnungsprüfungsausschuss: "Die Planungsfehler wurden von einer Bauphase in die nächste verschoben. Und das war glaube ich für verschiedene Leute nicht erkennbar."

Mehr als doppelt so teuer wie geplant

Nach aktuellem Stand wird die Oper nicht vor Ende 2022 fertig sein. Die Baukosten sollen bei 570 Millionen Euro liegen - mehr als doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt.

Stand: 13.09.2017, 10:08