Solarworld: Verkauf ist perfekt

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Solarworld: Verkauf ist perfekt

Von Jochen Hilgers

  • Solarworld wird zu SolarWorld Industries.
  • Erhalt der Standorte mit reduzierter Belegschaft.
  • Asbeck von Belegschaft kritisiert.

Die Solarworld ist tot, es lebe SolarWorld Industries. So wird die neue Firma heißen, mit der Solarworld-Gründer Frank Asbeck und katarische Geldgeber an den Start gehen werden. Nach der Insolvenz des Bonner Unternehmens stimmten die Gläubiger am Freitagnachmittag (11.08.17) dem Rettungsplan des Insolvenzverwalters Horst Piepenburg mit großer Mehrheit zu.

Stillschweigen über die Verkaufskonditionen

Teile der insolventen Solarworld sind demnach an Asbeck und seine Geldgeber verkauft worden. Über die Konditionen wurde Stillschweigen vereinbart. Die Standorte im thüringischen Arnstadt und im sächsischen Freiberg bleiben damit bestehen. Allerdings mit erheblich reduzierter Mannschaft. 475 Mitarbeiter werden übernommen, rund 1.200 weitere dort kommen für sechs Monate in einer Transfergesellschaft unter.

Auch Bonner Standort bleibt bestehen

Überraschend ist, dass der Standort Bonn entgegen aller Pläne nicht aufgegeben wird. Von den früher 225 Arbeitsplätzen, bleiben hier allerdings nur 40 erhalten.

Frank Asbeck war bei der Versammlung nicht dabei

Der in Bonn einst als Sonnenkönig gefeierte Frank Asbeck kam nicht zur Gläubigerversammlung. Seine Anwälte vertraten seine Interessen.

Stand: 11.08.2017, 16:13