Bundespräsident Joachim Gauck in Eupen

Bundespräsident Joachim Gauck und die belgische Königin Mathilde winken vom Balkon des Rathauses von Lüttich

Bundespräsident Joachim Gauck in Eupen

Von Barthel Braune

Mit militärischer Zeremonie endete am Donnerstag ( 10.03.2016) gegen 18 Uhr der Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck in Eupen. Drei Tage waren Gauck und seine Lebensgefährtin in Belgien, auf Einladung des belgischen Königspaars.

Straßensperren in Eupen

Straßensperren in Eupen

Es gab aber kein Bad in der Menge, denn in Belgien herrscht Terrorwarnstufe drei. Für den Besuch des Bundespräsidenten und des belgischen Königspaars waren wegen der erhöhten Terrorgefahr in Belgien zahlreiche Sicherheitskräfte aus dem ganzen Land im Einsatz. Bereits seit dem frühen Morgen sind deshalb die Parkplätze in Eupen hermetisch abgeriegelt, Straßen ab Mittag gesperrt. Die Klassen einer nahe gelegen Schule haben sogar unterrichtsfrei.

Joachim Gauck lobt Ostbelgier

Bundespräsident Joachim Gauck steht an einem Rednerpult, im Hintergrund steht die Deutsche Flagge neben zwei anderen Flaggen.

Bundespräsident Joachim Gauck lobte die Deutschsprachige Gemeinschaft

Der Bundespräsident lobte die Deutschsprachige Gemeinschaft als Brückenbau zwischen den Nationen. "Gerade in Zeiten der Ängste und der Renationalisierung brauchen wir Brückenbauer wie Sie: Menschen, die wie Sie hier in der Euregio den europäischen Traum von Verbundenheit leben", sagte Gauck in seiner Begrüßungsrede am Nachmittag in Eupen. Er fühle sich in der Deutschsprachigen Gemeinschaft sehr willkommen und begleite ihren Weg seit Jahren mit großem Respekt.

Ostbelgier haben keine große Erwartungen

Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährtin und dem Königspaar Philippe und Mathilde von Belgien. Die beiden Männer halten Oldtimer-Modelle in der Hand.

Bundespräsident Gauck und König Philippe gestern in Brüssel

Die Menschen in Eupen allerdings haben keine großen Erwartungen an den Besuch. Bei einer kleinen Umfrage wird aber die Hoffnung deutlich, dass der Bundespräsident seinen Einfluss geltend macht und so doch noch die Autobahnmaut in Deutschland verhindert werden kann. "Das sei doch nicht im europäischen Sinne, so eine Maut", so eine Eupenerin. Gauck sei zwar ein guter Mann, so ein anderer Passant, aber in Sachen Flüchtlingspolitik und der Abschaltung des Atommeilers in Tihange würden die Gespräche doch auch nichts bringen.

Stand: 10.03.2016, 18:27