Offenbar keine Gefahr durch Ruß nach Brand im Chemiepark Leverkusen

Offenbar keine Gefahr durch Ruß nach Brand im Chemiepark Leverkusen

  • Feuer im Chemiepark gelöscht
  • Warnung für die Bevölkerung aufgehoben
  • Brand entstand am Samstagabend (12.11.2016) nach Angaben der Betreiber bei Umfüllarbeiten
Nach dem Brand im Chempark Leverkusen

Der Chemiepark am Morgen nach dem Brand

Das Feuer im Chemiepark Leverkusen ist gelöscht, teilte die Feuerwehr am Sonntag (13.11.2016) mit. Die Warnung für die Bevölkerung wurde aufgehoben. Die Stoffe, die gebrannt hatten, würden in der Kosmetik eingesetzt und seien nicht giftig, sagte ein Sprecher des Chemiepark-Betreibers Currenta am Sonntag. Bei Messungen unter anderem des Landesumweltamtes (LANUV) seien keine giftigen Schadstoffe in der Luft festgestellt worden. Nach Angaben der Feuerwehr vom Sonntagabend sind Schulen, Kindergärten und öffentliche Flächen freigegeben.

Großbrand im Chemiepark Leverkusen

Am Samstagabend brach bei Umfüllarbeiten ein Feuer im Chemiepark in Leverkusen aus. Eine Warnung, nach der die Bevölkerung Fenster und Türen geschlossen halten sollten, wurde aufgehoben. Inzwischen ist das Feuer gelöscht. Welche Schäden der Großbrand angerichtet hat, wird erst bei Tageslicht klar.

Nach dem Brand im Chempark Leverkusen

Das Ausmaß des Großbrandes ist erst bei Tageslicht sichtbar. Gebrannt haben "siloxane Lösungsmittel", wie der Leiter des Chemieparks, Ernst Grigat, auf einer Pressekonferenz in der Nacht zu Sonntag (13.11.2016) mitteilte.

Das Ausmaß des Großbrandes ist erst bei Tageslicht sichtbar. Gebrannt haben "siloxane Lösungsmittel", wie der Leiter des Chemieparks, Ernst Grigat, auf einer Pressekonferenz in der Nacht zu Sonntag (13.11.2016) mitteilte.

Das Feuer im Chemiepark Leverkusen ist unter Kontrolle und bis auf einige Glutnester gelöscht, teilte die Feuerwehr am Sonntagvormittag mit.

Die Bewohner wurden gebeten die Behörden zu informieren, falls sie Rußflocken finden, die bei dem Brand niedergegangen sind. Sie müssen noch vom LANUV auf toxikologische Inhaltsstoffe analysiert werden. Mit einem abschließenden Ergebnis wird nicht vor Montag gerechnet. Bis Sonntagmittag wurde nur eine Rußflocke gefunden - die Untersuchung ergab, dass sie von einem anderen Brand stammt.

Die Berufsfeuerwehr Köln war unmittelbar nach Ausbruch des Brandes mit Messwagen unterwegs, um eventuell ausgetretene Schadstoffe nachzuweisen. Untersucht wurden die Stoffe Kohlenmonoxid, Blausäure, Ammoniak, Salzsäure und nitrose Gase. Alle Werte, so die Mitteilung, lagen aber unterhalb der Nachweisgrenze der Messinstrumente.

Die Berufsfeuerwehr Leverkusen und die Werksfeuerwehren waren mit 150 Leuten im Einsatz, bekämpften den Brand und warnten die Bevölkerung in den betroffenen Stadtteilen Merkenich, Langel und Rheinkassel in Köln sowie Leverkusen-Wiesdorf, -Rheindorf und -Hitdorf mit Lautsprecherwagen und Sirenen.

Der Chemiepark ist einer der größten Chemieparks Europas. An den drei Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sind über 70 Firmen angesiedelt, darunter die Bayer AG.

Das Feuer brach gegen 20.30 Uhr aus, als ein Werkstoff abgefüllt wurde. Dabei handelte es sich nach WDR-Informationen um Hexamethyldisiloxan, eine leicht entzündliche und explosive Flüssigkeit.

Das Feuer brach in einem Gebäude eines Chemieunternehmens aus, das Silkone und keramische Werkstoffe herstellt. Die genaue Ursache ist den Betreibern zufolge noch unklar.

Schon in der Nacht hatte der Chemiepark-Betreiber Currenta erklärt, dass die brennenden Stoffe "toxikologisch unbedenklich" seien. Der Geruch sei vor allem auf die Rußbildung zurückzuführen.

Kein Nachweis für Gefahr durch Rußpartikel

Feuerwehr und Chemiepark-Betreiber hatten die Bevölkerung zunächst davor gewarnt, die Rußflocken zu berühren, die nach dem Brand niedergehen würden. Sie müssen noch vom LANUV analysiert werden. Inzwischen scheint jedoch sicher, dass keine Gefahr von umherschwebenden Teilchen ausgeht. Nach WDR-Informationen haben die Behörden erst eine Rußflocke gefunden - und festgestellt, dass sie von einem anderen Brand stammte.

Niemand wurde verletzt

Pressekonferenz nach Feuer in Chempark Leverkusen

Nächtliche Pressekonferenz in Leverkusen

Die Feuerwehr hatte die amtliche Warnung für den Kölner Norden und Teile von Leverkusen ausgesprochen, besonders für Merkenich, Langel und Rheinkassel in Köln sowie Leverkusen-Wiesdorf, -Rheindorf und -Hitdorf. Auf einer Pressekonferenz in der Nacht zu Sonntag (13.11.2016) hatte der Leiter des Chemieparks, Ernst Grigat, sowie die Leiter der Berufsfeuerwehren Köln und Leverkusen mitgeteilt, bei dem Feuer sei nach bisherigem Kenntnisstand niemand verletzt worden.

Alle Werte unter der Nachweisgrenze

Die Warnung, Fenster und Türen die ganze Nacht geschlossen zu halten, war laut einer Mitteilung der Stadt Köln eine Vorsichtsmaßnahme. Die Berufsfeuerwehr Köln war mit Messwagen unterwegs, um eventuell ausgetretene Schadstoffe nachzuweisen. Untersucht wurden die Stoffe Kohlenmonoxid, Blausäure, Ammoniak, Salzsäure und nitrose Gase. Alle Werte, so die Mitteilung, lagen aber unterhalb der Nachweisgrenze der Messinstrumente.

Leicht entzündliche und explosive Flüssigkeit

Das Feuer brach gegen 20.30 Uhr aus, als ein leicht entzündlicher und explosiver Werkstoff abgefüllt wurde. Die Gefahr einer Explosion habe aber nicht bestanden, so ein Sprecher der Feuerwehr, weil die Flüssigkeit schnell genug gebrannt habe.

Rheinwasser wird kontrolliert

Die Feuerwehr in Leverkusen auf dem Gelände des Chemieparks

Großeinsatz für die Feuerwehren

Die Berufsfeuerwehr Leverkusen und die Werksfeuerwehren waren mit 150 Leuten im Einsatz, bekämpften den Brand und warnten die Bevölkerung in den betroffenen Stadtteilen mit Lautsprecherwagen und Sirenen. Außerdem wurde Rheinalarm ausgelöst, weil Löschwasser in den Fluss geflossen war. Deswegen wurde die Schifffahrt an der Unfallstelle gesperrt. Die Sperrung ist wieder aufgehoben, das Wasser werde aber weiter kontrolliert, so die Feuerwehr.

"Chempark" mit 70 Firmen

Der Chemiepark ist einer der größten Chemieparks Europas. An den drei Standorten in Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sind über 70 Firmen angesiedelt, darunter die Bayer AG. Das Feuer brach in einem Gebäude eines Spezialchemieunternehmens aus, das Silkone und keramische Werkstoffe herstellt. Die genaue Ursache ist den Betreibern zufolge noch unklar.

Hotline für die Bevölkerung: 0214-3099333

Stand: 13.11.2016, 18:57