Forschung an intelligenter Software: Amazon eröffnet neues Forschungszentrum in Aachen

Amazon Echo Dot

Forschung an intelligenter Software: Amazon eröffnet neues Forschungszentrum in Aachen

Der Online-Händler Amazon will neue Technologien in Aachen entwickeln. Am Freitag (13.01.2017) eröffnete der Konzern in Anwesenheit von NRW-Wissenschaftsminister Garrelt Duin einen neuen Forschungsstandort.

Forscher und Absolventen der RWTH Aachen wollen hier zusammen mit Amazon-Mitarbeitern neue Software entwickeln, die Daten künftig noch besser auswerten soll.

Sprachassistent Alexa

Amazon Alexa Präsentation

NRW-Wissenschaftsminister Garrelt Duin informierte sich über die Amazon-Forschung

Ein Beispiel für diese neuen Technologien ist der Sprachassistent Alexa, der heute vorgestellt wurde. Alexa ist eine kleine Metallröhre, die aufleuchtet und zuhört, wenn man sie anspricht. Das Gerät kann Fragen beantworten, Musik abspielen, Audiobücher vorlesen und lässt sich auch mit der ganzen Technik im Haus verbinden. Zum Beispiel lassen sich auch Heizung oder Licht im Haus per Sprachbefehl steuern. In den USA ist Alexa bereits ein Verkaufsschlager bei Amazon - auch, weil man damit besonders einfach bei dem Online-Händler einkaufen kann.         

Sicherheit der Daten bleibt ein Thema

Amazon Alexa Präsentation

Den Sprachassistenten Alexa gibt es bereits in verschiedenen Formen

Kritiker befürchten, dass man sich mit der Nutzung solcher Technik den betreffenden Konzernen wie zum Beispiel Amazon ausliefert, man zu viele Daten über sich preisgibt und damit zum gläsernen Kunden wird. Zumindest beim Sprachassistenten Alexa gibt es einige Sicherheitseinrichtungen: Die Nutzer können selbst entscheiden, wann der Sprachassistent sich einschaltet und zuhört. Außerdem kann man am Gerät einstellen, welche Daten weitergegeben werden und welche nicht.

Ähnliche Sicherheitseinrichtungen gibt es auch bei Smartphones oder den sozialen Netzwerken. Trotzdem: Der Datenhunger solcher Konzerne bleibe ein Problem, sagen Kritiker. Amazon erfährt beispielsweise durch jeden Online-Kauf immer mehr über den einzelnen Kunden. Und immer intelligentere Software könnte die Daten bald so gut auswerten, dass Konzerne ganz genau vorhersagen könnten, was ein Kunde wann haben will - oft sogar, bevor er es selber weiß.   

Stand: 13.01.2017, 16:58